Großschäden und Sonderkosten verhageln Zurich Financials Bilanz 2010

Hohe Aufwendungen für Schäden und Sonderfaktoren haben dem Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services die Bilanz 2010 verhagelt. Der Reingewinn sank im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 3,43 Mrd. Dollar (2,5 Mrd. Euro), wie die Nummer vier der Branche in Europa mitteilte.

Dank seiner Kapitalstärke will Zurich die Dividende trotzdem um 1 Franken auf 17 Franken (12,9 Euro) je Aktie anheben. Die Bruttoprämien und Policengebühren sanken um sieben Prozent auf 49,97 Mrd. Dollar. Auf der Kostenseite schlugen vor allem in der ersten Jahreshälfte Schadenzahlungen für Naturkatastrophen und der Untergang der Bohrinsel im Golf von Mexiko zu Buche. Im vierten Quartal fielen für die Überschwemmungen in Australien noch einmal 100 Mio. Dollar vor Steuern an. Insgesamt dürfte der angefallene Schaden in Australien sogar noch größer sein, hieß es. Die Sachversicherung, die rund zwei Drittel des Geschäfts ausmacht, arbeitete deshalb im Vorjahr weniger rentabel.