Weihnachten Streik Demo

Handel

Streik-Chaos zu Weihnachten

Rekord-Teuerung macht den Kampf um Kollektivverträge heuer besonders hart.

Wien. Genau heute in einem Monat ist Weihnachten. Doch der Geschenkekauf könnte an einem der wichtigsten und umsatzstärksten Einkaufstage stark gebremst werden. Die Handelsangestellten drohen mit Warnstreiks am 2. und am 3. Dezember (der zweite lange Einkaufssamstag). Shopper könnten vor geschlossenen Geschäften stehen.

Hintergrund dafür sind die zähen Verhandlungen um Lohnerhöhungen. Vier Runden gab es bereits zwischen Arbeitnehmern und -gebern. Shopbetreiber beharren weiterhin auf Einmalzahlungen, die Gewerkschafter – sie vertreten 430.000 Beschäftigte – fordern im Schnitt 9,37 % mehr Lohn. Nächste Runde: 29. November, sonst wird gestreikt.

Eisenbahner streiken. Schon kommenden Montag (28. November) werden die Eisenbahner streiken. Auch hier gibt es keine Annäherung bei Verhandlungen. 400 Euro mehr monatlich wollen die Gewerkschafter (im Schnitt +13 %), Arbeitgeber bieten derzeit 8 %. Auch die Bierbrauer drohten vor dem Treffen am Mittwoch mit Streik.

Warnung. In sechs Wiener Ordensspitälern wurde am Mittwoch bereits Ernst gemacht: Mit einem Warnstreik versuchte die Belegschaft (10.000 Personen) den Druck zu erhöhen. Gefordert wird in Gehaltsplus von 500 Euro monatlich, Spitäler bieten eine gestaffelte Einmalzahlung von bis zu 1.000 Euro. Heute wird weiter gefeilscht.

Der Streit um den Lohn ist heuer härter als sonst: Unter der Rekordinflation leiden Angestellte wie auch die Arbeitgeber stark.