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400.000 Euro

Hypo macht Flick noch reicher

Für Ingrid Flick sei der Gewinn aus dem Hypo-Deal bloß ein Taschengeld, sagt der Vorstandschef der Flick-Privatstiftung sinngemäß.

Die Milliardärin Ingrid Flick – beziehungsweise ihre Berater – hat wieder einmal ein gutes Händchen für Geld bewiesen. Beim umstrittenen Verkauf eines Aktienpakets der Hypo Group Alpe Adria an die Investorengruppe rund um Tilo Berlin (2006 bis Anfang 2007) war Flick mit einer Mio. Euro dabei – und wenige Monate später dank des Verkaufs der Anteile an die BayernLB um 400.000 Euro reicher.

Der Vorstandschef der Flick-Privatstiftung, Jörg-Andreas Lohr, sieht das freilich eher entspannt. „Sie hat eine Million investiert. Für Frau Flick war das ein eher bescheidenes Investment.“ Die Rendite für Flick und knapp 50 andere private (und prominente) Investoren war mit rund 40 Prozent binnen kurzer Zeit allerdings beachtlich. Profitiert haben, wie berichtet, unter anderem Mitglieder des Mayr-Melnhof-Clans, die Speditionsunternehmerin Heidegunde Senger-Weiss, Graf Orsini-Rosenberg, Industriellen-Präsident Veit Sorger, Ferdinand Piëch junior und Kosmetik-Erbe Oliver Schwarzkopf.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft München, ob die BayernLB absichtlich zu viel bezahlt und die Berlin-Investoren begünstigt hat. Berlin ist ein Freund des damaligen Bosses Werner Schmidt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Für die Witwe von Milliardär Friedrich-Karl Flick sind 400.000 Euro aber tatsächlich bloß ein Taschengeld. Wie reich sie wirklich ist, wurde allerdings nie bekannt. Denn nur ein kleiner Kreis weiß, wie viel Flick seine Töchtern vererbt hat und wie viel Ingrid Flick bekommen hat.

Lohr war übrigens bezüglich des Hypo-Investments nach eigenen Angaben zunächst skeptisch, weil ihm der Preis zu hoch schien. Erst Reisen zu Standorten der Bank und die damalige Südosteuropa-Fantasie der Bank hätten ihn überzeugt, sagt er. Jetzt zeigt er sich verwundert, dass sich die Berichterstattung derzeit auf die Investoren konzentriert und weniger auf diejenigen, „die die Bank versenkt haben“.