Italien-Wahl - Investoren fliehen aus Euro-Anlagen

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Der drohende politische Stillstand in Italien hat Investoren dazu veranlasst, Anlagen in Euro abzustoßen. Seit Montagnachmittag, als sich bei den italienischen Parlamentswahlen eine Pattsituation im Senat abzeichnet, steht der Euro massiv unter Druck. Im Gegenzug werden Währungen, die gemeinhin als "sichere Häfen" gelten, stark nachgefragt.

Hierzu zählen neben dem US-Dollar insbesondere der japanische Yen und der Schweizer Franken. Selbst das britische Pfund, das seit Monaten unter chronischer Schwäche leidet, konnte gegenüber dem Euro deutlich zulegen.

Zum amerikanischen Dollar hat der Euro seit Montagnachmittag in der Spitze fast drei Cent eingebüßt. Das ist für den täglichen Handel eine außergewöhnlich starke Bewegung. Mit etwas mehr als 1,30 Dollar kostete die Gemeinschaftswährung Dienstag früh so wenig wie seit Mitte Jänner nicht mehr.

Noch stärker fielen die Verluste zum japanischen Yen aus. In der Spitze fiel der Euro seit Montag um sechs Yen oder knapp fünf Prozent. Im Gegenzug verteuerte sich der Yen, was der japanischen Regierung alles andere als recht sein dürfte. Sie versucht mit einer extrem lockeren Geldpolitik, dem Teufelskreis aus sinkenden Verbraucherpreisen und Rezession zu entkommen. Ein stärkerer Yen verteuert die Ausfuhren der exportorientierten Wirtschaft Japans und steht den Regierungsbemühungen entgegen.

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