Konditor Demel klagt New Yorker Plaza

Neuer Standort

Konditor Demel klagt New Yorker Plaza

Demel plant derzeit einen zweiten Standort in New York. Aus dem Plaza könnte die Konditorei schon demnächst ausziehen.

Do&Co-Chef Attila Dogudan setzt mit seiner Konditorei-Tochter Demel weiter voll auf Expansion: In New York wird derzeit ein zweiter Standort gesucht, der noch heuer eröffnen soll. Geplant sind auch neue Filialen in London und Istanbul. Die New York Post berichtet indessen, dass Demel den Standort im New Yorker Plaza aufgeben könnte.

Plaza Mall steht leer

Dogudan hatte zwar erst im Jänner gemeint: "Die Filiale kommt bei den Amerikanern extrem gut an.“ Allerdings gibt es laut New York Post Probleme mit der Location. Demel wirft dem Vermieter Elad Properties vor, die Konditorei unter falschen Voraussetzungen ins Plaza gelockt zu haben – geplant war eine Luxus-Mall mit Shops von Harrods, Gucci und Louis Vuitton. Gehalten wurde davon aber nichts, im Gegenteil: Namhafte Shops finden sich im Plaza kaum, 29 Geschäftsflächen werden derzeit zum Verkauf angeboten.

"Das ist Betrug.“

Nun zieht Dogudan vor Gericht. Letzte Woche wurde beim Manhattan Supreme Court Klage eingereicht: "Man kann nicht etwas versprechen und dann nichts davon einhalten. Das ist Betrug“, zitiert die New York Post Demel-Anwalt David Scharf. Demel könnte demnach schon in den nächsten Wochen das Plaza verlassen und der angeschlagenen Shopping-Mall beim Central Park damit den Todesstoß versetzen.

Weitere Shops wollen weg. Mehrere Geschäfte würden bereits darüber nachdenken, im Falle eines Demel-Abzugs ebenfalls auszuziehen. Denn Demel lockt den Großteil der Kundschaft ins Plaza, zieht die Wiener Konditorei aus, droht gähnende Leere. Demel hat 2008 jedenfalls einen Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Plaza abgeschlossen, seit Februar 2009 hätte die Konditorei laut Post die Mietzahlungen eingestellt.