Zeitungen

Deutsche Medien mit 2,4 % Werbeminus

Die Werbung in TV, Zeitungen und Zeitschriften ist in den ersten 9 Monaten 2009 weiter zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es einen Rückgang um 2,4 %, das Bruttowerbevolumen betrug 14,3 Mrd. Euro. Verglichen mit den Vorquartalen habe sich im dritten Quartal eine Stabilisierung abgezeichnet, teilte der Marktforscher Nielsen Media Research mit. Onlinewerbung wird gesondert ausgewertet.

Nielsen wollte wegen der kurzfristigen Werbebuchungen noch keine Prognose für das Gesamtjahr abgeben, hofft aber auf eine weitere Stabilisierung bis Ende Dezember.

In der Wirtschaftskrise richten die Werbetreibenden ihre Buchungen auch am kurzfristigen Abverkauf aus. Davon haben Nielsen zufolge Medien wie Zeitungen, Plakat und Radio mit Wachstum im Berichtszeitraum profitiert.

So werben Diskonter vor allem mit Anzeigen in Tageszeitungen, wenngleich Lidl auch das Fernsehen einsetzt. Die Handelsorganisationen mit den Diskontern an der Spitze schraubten ihre Werbeinvestitionen um 11,0 % auf 1,5 Mrd. Euro hoch. Auffällig waren laut Nielsen auch Markenartikler wie Procter & Gamble mit einem Plus von 49 Mio. Euro, Danone (plus 47 Mio. Euro) oder Henkel (plus 37 Mio. Euro) sowie Bekleidungsfirmen wie Peek & Cloppenburg (plus 44 Mio. Euro), die ihre Werbeausgaben aufstockten.

Der größte Teil des Werbekuchens entfällt nach wie vor auf das Fernsehen, das im Berichtszeitraum bei 6,2 Mrd. Euro aber praktisch stagnierte (minus 0,2 %). Bei Tageszeitungen verzeichnete Nielsen ein Plus von 0,8 % auf 3,8 Mrd. Euro, wobei Rubriken- und Kleinanzeigen nicht erfasst werden. In diesem Umfang legte auch das Radio auf 921 Mio. Euro zu.

Zweistellig stiegen die Werbeeinnahmen von Plakaten - um plus 12,6 % auf 657 Mio. Euro. Dagegen sackten die Publikumszeitschriften um 14,6 % auf 2,4 Mrd. Euro ab. Auch in Fachzeitschriften ging die Werbung zurück, um 10,1 % auf knapp 285 Mio. Euro. Zweistellig fiel auch der Rückgang der Kinospots aus - mit minus 11,5 % auf 43 Mio. Euro. Die Brutto-Angaben spiegeln aufgrund von zum Teil gewährten Rabatten nicht die tatsächlichen Geldströme wider.