Iranischer Journalistenverband wurde geschlossen

Die Büros des Verbandes iranischer Journalisten (AoIJ) in Teheran sind am Mittwoch (5. August) von bewaffneten Männern durchsucht und danach geschlossen worden. Die Internationale Journalistenföderation (IFJ) hat daraufhin am Donnerstag die iranischen Machthaber dazu aufgefordert, die Einschüchterung von Journalisten zu beenden.

Aidan White, Generalsekretär der IFJ, forderte am Donnerstag bei einem Treffen mit dem iranischen Botschafter in Brüssel, alle 42 im Iran inhaftierten Journalisten freizulassen und den AoIJ seine Arbeit wieder aufnehmen zu lassen. "Der Iran darf Journalisten nicht zu Sündenböcken für seine politischen Schwierigkeiten machen", betonte White in einer Aussendung.

Der Verband iranischer Journalisten vermutet den iranischen Generalstaatsanwalt Saeed Mortazavi hinter der Aktion. Der Verband habe eine Generalversammlung abhalten wollen, die von der Regierung verboten worden sei.