Moody's stufte ÖVAG-Papiere auf "Ramsch"-Status ab

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Die US-Ratingagentur Moody's warnt Anleger davor, ihr Geld in Papiere der teilstaatlichen österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) zu stecken. Die Experten stuften die Bonitätsnote der Bank am Donnerstagabend auf "Ba1" von zuvor "Baa3" zurück.

Das ist in der Skala der Agentur zwar nur eine Verschlechterung um einen Rang. Allerdings trägt die neue Note nun das Attribut "Non Investmentgrade", mit dem Moody's Investoren vor Ausfällen bei einer weiteren Verschlechterung der Lage warnt.

An der ÖVAG ist die Republik Österreich seit April 2012 mit 43,3 Prozent beteiligt. Die Bank musste damals nach hohen Wertberichtigungen aufgefangen werden. Mehrheitseigentümer sind die regionalen Volksbanken.

Insider bezweifeln, dass sie im Fall eines Durchfallers der ÖVAG beim Stresstest der europäischen Bankenaufseher eine Kapitalauffüllung alleine stemmen können. Seit einigen Wochen machen Gerüchte um eine allenfalls notwendige Totalverstaatlichung die Runde.

Grund für die Moody's-Rückstufung in die untere Liga sei die schwindende Bereitschaft der österreichischen Regierung, weitere Gelder in die Verluste schreibende Bank zu pumpen, erklärte Moody's. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Staatshilfen sei jedoch nicht gleich null. Finanzminister Michael Spindelegger hatte Mitte Jänner erklärt, die Bank müsse mögliche Kapitallücken selber stopfen. "Da gibt es keinen Spielraum des öffentlichen Zuschusses", hatte er gesagt.

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