Nahrungsmittel trieben deutsche Inflation hoch

Deutliche Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln haben die Teuerung in Deutschland auf den höchsten Stand seit Dezember 2012 getrieben. Im Juli stieg die Jahresinflationsrate von 1,8 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit und bestätigte damit eine erste Schätzung von Ende Juli. Im Vergleich zum Vormonat legten die Verbraucherpreise ebenfalls wie zunächst berechnet um 0,5 Prozent zu.

Im Mai hatte die Inflation nach Monaten des Rückgangs erstmals wieder auf 1,5 Prozent angezogen. Nun bewegt sie sich weiter in Richtung der Marke von 2,0 Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) stabile Preise gewahrt sieht.

Für den Aufwärtstrend sind vor allem Nahrungsmittel verantwortlich. Sie kletterten im vergangenen Monat um 5,7 Prozent auf Jahressicht und zogen damit so stark an wie seit über vier Jahren nicht mehr. Deutlich mehr Geld - 15,4 Prozent - mussten die Verbraucher den Statistikern zufolge für Speisefette und Speiseöle ausgeben. So war Butter im Vergleich zum Juli 2012 um 30,8 Prozent teurer. Für Gemüse mussten die Verbraucher 11,7 Prozent mehr Geld hinlegen, Kartoffeln waren 44,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch die Preise für Molkereiprodukte und Eier zogen insgesamt um 6,1 Prozent an.