Der Strompreisindex dürfte sinken

Energiepreise: Sparpotenzial bis zu 179 Euro

Die Großhandelspreise für Strom dürften im Jänner wieder sinken: Der von der Energieagentur berechnete Strompreisindex (ÖSPI) ist im Dezember um 0,4 % niedriger und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32,7 %. Für Dezember war ein Anstieg von 3,6 % im Monatsvergleich und von 32,2 % im Jahresabstand vorhergesagt worden.

Mit dem ÖSPI wird aber keine Aussage über die tatsächliche Preisgestaltung der Energieversorger gegenüber ihren Endkunden getroffen. Laut dem ebenfalls heute veröffentlichten Energiepreismonitor des Wirtschaftsministeriums können Strom- und Gaskunden in Österreich bei einem Anbieterwechsel derzeit durchschnittlich - je nach Bundesland - bis zu 179 Euro im Jahr sparen.

Durch einen Wechsel des Stromlieferanten könnten Österreichs Haushalte bis zu 111 Euro sparen, nimmt man Gas noch dazu können es von 0 Euro (Kärnten, Tirol, Vorarlberg) bis zu 179 Euro (Niederösterreich und Wien) werden, geht aus dem Energiepreismonitor hervor. Zu Jahresbeginn war das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter noch zwischen 0 Euro in Tirol und 314 Euro in Niederösterreich errechnet worden.

Für Haushaltskunden gab es im Dezember keine Strompreisänderungen. Gas ist wie berichtet für Kunden der WienEnergie und der EVN seit Monatsbeginn billiger. Den Gaspreis gesenkt haben auch die Stadtwerke Leoben.

Österreichs Haushalte geben für Strom durchschnittlich pro Jahr zwischen 558 Euro im Netzgebiet Klagenfurt und 692 Euro in Wien aus. Das Einsparpotenzial liegt zwischen 0 Euro in Kärnten, Tirol, Vorarlberg und Salzburg und 111 Euro in Wien. Für Erdgas geben die Haushalte durchschnittlich zwischen 821 Euro im Burgenland und 989 Euro in Klagenfurt aus. Das Einsparpotenzial beträgt zwischen 0 Euro (Burgenland, Oberösterreich, Linz, Kärnten, Tirol und Vorarlberg) und 83 Euro (Niederösterreich).