Das plant René Benko mit Kika/Leiner

Online-Möbelhandel im Visier

Das plant René Benko mit Kika/Leiner

Immobilien-Tycoon steigt jetzt auch in Österreich beim Shopping ein.

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Poker um Kika/Leiner entschied sich am Donnerstag um 20.27 Uhr - nur 3 (!) Minuten später wäre die Angebotsfrist abgelaufen, die Möbelkette pleite gewesen. Nach einem einwöchigen Verhandlungskrimi will Immo-Tycoon René Benko heute seine Unterschrift unter den Kaufvertrag und 450 Millionen Euro für Kika/Leiner überweisen. 5.000 Jobs sind damit gerettet.
 

Große Internet-Offensive

Benko wird sich in den kommenden Wochen einem Sanierungskonzept widmen - Stephan Fanderl, der schon Karstadt in Deutschland aus der Krise führte, wird Benkos starker Mann bei der Sanierung: Eine Filetierung von Kika/Leiner ist aber offenbar nicht geplant. "Wir sind uns nach sorgfältiger Analyse absolut sicher, dass das Unternehmen wieder erfolgreich aufgestellt werden kann", sagt Fanderl.
 
 
Benko will eine große Online-Offensive starten: Aus Kika/Leiner soll ein österreichisches Home24 werden. Benko selber setzt mit seinem Signa-Handelsimperium schon jetzt fast 4 Mrd. Euro im Jahr um, sein Online-Anbieter Signa Sports soll bald an die Börse gehen.