Touristiker fürchten Einstufung Österreichs als Hochrisikoland

Wintersaison hängt an seidenem Faden

Touristiker fürchten Einstufung Österreichs als Hochrisikoland

Buchungslage in Semesterferien noch gut, aber Wintersaison hängt an seidenem Faden  

Das Weihnachtsgeschäft der Tourismusindustrie war zwar gut, aber im Jänner klafft ein Loch und die bisher guten Buchungen in den Semesterferien wackeln noch. Ganz wichtig sei es da, dass Österreich weiter aus Sicht deutscher Behörden nicht als Hochrisikoland eingestuft werde, sagt Robert Seeber, WKO-Obmann Tourismus. Denn die Wintersaison hängt von ausländischen Gästen, vor allem aus Deutschland, ab. In Summe "hängt der Wintertourismus noch am seidenen Faden".

Zu Weihnachten waren die heimischen Hotels zu 70 bis 90 Prozent ausgelastet, "das ist schon sehr gut", so Seeber am Donnerstagabend vor Journalisten. Auch für die Semesterferien im Februar sei die Buchung noch gut, ob es dabei bleibe oder eine Stornowelle komme, werde sich in den kommenden zwei Wochen zeigen.

Auslastung bei 20-25 Prozent

Die Coronapandemie dämpfe das Geschäft stark, obwohl "die Leute hungrig darauf sind, Urlaub zu machen", wie auch eine Umfrage Ende Dezember ergeben habe. "Im Jänner haben wir nur mehr 20 bis 25 Prozent Auslastung, weil in zwei Wochen ein Peak bei der Omikron-Verbreitung erwartet wird", so Seeber. Das werde verstärkt "durch die Stornowellen und die unseligen Sperrstunden". Dabei gehe es im Wintertourismus um 10 Mrd. Euro Wertschöpfung.

Immerhin ist Seeber für den Sommer, der auch 2021 für die Branche sehr gut lief, optimistisch: "Ich bin ja überzeugt, dass wir wieder einen super Sommer hinkriegen, wir müssen nur das mit der Impfquote hinbekommen", sagt Seeber. Keinesfalls dürfe noch einmal zugesperrt werden, "das kann sich unsere Branche nicht mehr leisten".