Polnische börsenotierte Firmen schütten Rekorddividenden aus

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Die an der Warschauer Börse GPW notierten Unternehmen werden heuer Dividenden von insgesamt 18,6 Mrd. Zloty (4,7 Mrd. Euro) ausschütten - einer neuer Rekord in der Geschichte des Warschauer Börsenplatzes. Die Zahl ergibt sich aus Schätzungen der Zeitung "Rzeczpospolita" auf Basis der jüngsten Beschlüsse von Aktionärs-Hauptversammlungen.

Damit werden die Aktiengesellschaften nach Angaben der "Rzeczpospolita" 61 Prozent ihrer im Jahr 2010 erwirtschafteten Gewinne an die Eigentümer weitergeben. Allerdings entschied sich auch heuer nur ein Drittel der Unternehmen, überhaupt eine Dividende auszubezahlen - ein deutlich niedrigerer Wert als an etablierten Börsen in den alten EU-Ländern. Experten machen zwei Gründe für die Rekordausschüttung aus. Die großen Gesellschaften wie der Kupferhersteller KGHM, der Mineralölkonzern PKN Orlen oder die Bank PKO BP sind in guter finanzieller Verfassung. "Außerdem braucht das Schatzministerium Einnahmen für das Budget", erklärt Sebastian Buczek, Chef der Investmentfonds-Gesellschaft Quercus TFI.

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