2009 war für Postchef Pölzl ein schwieriges Jahr

Post bleibt bei Dividende von 1,50 Euro

Die Österreichische Post AG hält trotz Kritik an ihrer Dividendenpolitik fest und schüttet für das Jahr 2009 eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie aus. Dies kostet das teilstaatliche Unternehmen 101 Mio. Euro, die durch den Free Cash Flow abgedeckt sind, so Postchef Georg Pölzl am Donnerstag. 2009 sei ein schwieriges Jahr gewesen, die Umsatzrückgänge habe man durch Kosteneinsparungen abgefangen.

Der Sparkurs werde sowohl beim Personal als auch bei den Postämtern fortgesetzt. Pölzl betonte, dass die Post weiterhin schrittweise von Ämtern auf Post-Partner umstellen wird. Allerdings musste die Post hier aktuell einen Rückschlag hinnehmen. Die Post-Control-Kommission (PCK) hat in ihrer Sitzung vom 19. April die Schließung von 16 Postämtern untersagt, teilte die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) Mittwochabend mit. Hintergründe dieser Entscheidung sollen am Montag, 26. April, in einem Pressegespräch der RTR erläutert werden.

Beim Personalabbau setzt Pölzl weiterhin auf den Wechsel von Postlern in den Verwaltungsdienst der Polizei. Alleine die Personalkosten würden rund 1 Mrd. Euro im Jahr ausmachen. Die Post beschäftigt rund 26.000 Mitarbeiter, davon 20.000 in Österreich.

Bei der Hauptversammlung der börsenotierten teilstaatlichen Post AG am Donnerstag gab es Kritik an der Anzahl der Aufsichtsräte und der geringen Frauenquote im Management sowie an der Transparenz bei der Vorstandsvergütung. Gleichzeitig wurde Postchef Georg Pölzl zugestanden, dass er mehr Dynamik in das Unternehmen gebracht habe.