Produktionskosten sollen um ein Viertel sinken

Q-Cells baut nach Megaverlust 500 Stellen ab

Der deutsche Solarzellenhersteller Q-Cells streicht nach einem Megaverlust im ersten Halbjahr seine Fertigung in Deutschland zusammen. Aus Kostengründen würden die älteren Produktionslinien am Standort Thalheim stillgelegt.

Insgesamt fielen damit rund 500 der aktuell knapp 2.600 Arbeitsplätze weg. Zusammen mit der laufenden Kurzarbeit sollen die Produktionskosten um ein Viertel sinken.

Im ersten Halbjahr hat Q-Cells einen Verlust von 697 Mio. Euro gemacht. Neben der eingebrochenen Nachfrage belasteten vor allem Abschreibungen aus dem Verkauf von Anteilen am norwegischen Siliziumhersteller Rec das Ergebnis. Vor einem Jahr hatte Q-Cells noch 82 Mio. Euro verdient. Der Umsatz schmolz von 579 Mio. auf 366 Mio. Euro. Eine Jahresprognose traut sich das Unternehmen derzeit nicht zu.