Quelle Österreich versucht, Konkurs abzuwenden

Keine Rettung in Sicht

Quelle: Trübe Aussichten vor Gerichtstagsatzung

Trübe Aussichten herrschen für das insolvente Linzer Versandhaus und seine Belegschaft. Am Freitag soll die entscheidende Prüfungstagsatzung über die Bühne gehen. Bis dahin wird es aber keinen Vertrag mit einem der potenziellen Investoren geben, bestätigt Masseverwalter Erhard Hackl.

Weder mit Ex-Quelle-Vorstand Martin Lenz noch mit dem ehemaligen Investmentbanker Mike Lielacher ist ein Abschluss in Sicht. Beide wollten dem Vernehmen nach zumindest 500 der ursprünglich 1.100 Beschäftigten übernehmen. Hackl hat nach eigenen Angaben die Hoffnung zwar noch nicht völlig aufgegeben, die Zukunft der Quelle bleibt aber weiterhin offen.

"Ich kann es nicht sagen, wie es weitergeht. Wir haben alles Menschenmögliche getan." Für die Quelle-Belegschaft hat Hackl vorerst keine guten Nachrichten: "Es wird am Freitag keine Fortführung auf unbestimmte Zeit erfolgen, sodass die Dienstverhältnisse seitens der Dienstnehmer beendet werden können."

Die Masseverwalter haben vergangenen Freitag die QDL Dienstleistungs-GmbH ins Leben gerufen. Sie sei eine "100-prozentige Tochter der Konkursmasse" und von Anfang an geplant gewesen, erklärte Hackl. Aufgabe dieses "Vehikels" sei die Abwicklung der Insolvenz, dafür brauche man Personal.

Die QDL soll daher kurzfristig 100 Mitarbeiter übernehmen, längerfristig nur 40. Einen genauen Zeitrahmen, wie lange die Gesellschaft aktiv sein wird, könne er nicht nennen, so Hackl. Die QDL diene aber zugleich auch als "Vorhaltegesellschaft", sollte es doch noch zu einer Übernahme kommen.