RBI will keine neuen Ostbanken kaufen, auch nicht von Kärntner Hypo

Die Raiffeisen Bank International (RBI) ist derzeit "nicht besonders expansiv" unterwegs. Bankchef Herbert Stepic habe jetzt auch nicht vor, im Osten weitere Banken zu kaufen, hieß es, auch keine Südosteuropa-Bank der Kärntner Hypo Alpe Adria.

Die jüngste Bankakquisition Raiffeisens, die polnische Polbank, wird heuer mit Closing-Termin im 2. Quartal abgeschlossen. Mit 343 neuen Filialen komme man künftig auf 445 Geschäftsstellen in allen Regionen des Landes, verteidigte Stepic den Kauf. Dass er dem Wunsch der Polen nach Notiz an der Warschauer Börse nachkommen werde, schloss der RBI-Chef nicht aus. Die verlustreiche Tochter in Ungarn musste Ende 2011 mit 350 Mio. Euro rekapitalisiert werden. In dem Land stellt sich die RBI auf ein weiteres Verlustjahr ein. Der Fremdwährungskredit-Zwangsumtausch habe die RBI bisher 108 Mio. Euro gekostet, wobei sich der ungarische Staat bereiterklärt habe, 30 Prozent davon mit der dort ebenfalls fälligen Bankensteuer gegenzurechnen.

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