Lukoil, Statoil dürfen 4,8 Mrd.Barrel Öl fördern

Russland sichert sich großes Ölfeld im Irak

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Der russische Energiekonzern Lukoil und die norwegische Statoil haben sich die Lizenz für eines der großen Ölfelder im Irak gesichert. Nach Angaben aus dem Ölministerium in Bagdad erhielten die beiden Unternehmen den Zuschlag für West-Kurna 2 im Süden des Landes. Das Ölfeld hat eine geschätzte Förderkapazität von bis zu 1,8 Mio. Barrel pro Tag.

Moskau hatte als größter Gläubiger Bagdad zuletzt Schulden von 12 Mrd. Dollar (8,2 Mrd. Euro) erlassen. Die Führungen beider Länder hatten erklärt, sie wollten wieder zu engen Beziehungen wie zu Sowjetzeiten zurückkehren.

Lukoil und Statoil sollen dem Zuschlag zufolge je gefördertem Barrel (159 l) 1,15 Dollar erhalten. Der Vertrag gilt bis 2020. Im Bieterwettstreit unterlagen neben anderen auch der Konzern Total und ein Konsortium unter Beteiligung von BP.

Lukoil hatte bereits seit 1997 versucht, in West-Kurna 2 Fuß zu fassen. Allerdings verhinderten Krieg und Sanktionen die Umsetzung der Pläne. Später teilte die Führung in Bagdad mit, die Förderung neu auszuschreiben.

In West-Kurna 2 lagern laut Medien rund 6 Mrd. Barrel Öl. Vereinbart ist die Förderung von rund 4,8 Mrd. Barrel Öl sowie von 56,4 Mrd. Kubikmetern Gas. Lukoil hält an dem Konsortium 85 Prozent, Statoil 15.

Moskau hatte Bagdad Hilfe beim Aufbau eines "starken und unabhängigen Irak" zugesagt. Beide Seiten hatten in der ersten Jahreshälfte erklärt, Abkommen über die Beteiligung Russlands an der irakischen Öl-Förderung umzusetzen, die Moskau noch mit dem Saddam-Regime geschlossen hatte. Der im März 2003 begonnene Krieg der US-geführten "Koalition der Willigen" gegen das Saddam-Regime war von Russland scharf verurteilt worden.

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