RWE prüft Ausstieg aus Nabucco, um Finanz-Engagement zu senken

Der deutsche Energiekonzern RWE überlegt den Ausstieg aus dem Pipeline-Projekt Nabucco, das unter der Federführung der OMV steht. Man müsse nicht unbedingt an dem Bau der milliardenteuren Gasleitung beteiligt sein, sagte RWE-Chef Jürgen Großmann laut "Wall Street Journal Deutschland" vom Dienstag.

"Wir freuen uns über alle Lösungen, die unser eigenes finanzielles Engagement möglichst gering halten". Im März wird Großmann 60 Jahre alt, ende Juni wird er sein Amt an den Niederländer Peter Terium abgeben, so die Zeitung. Entscheidend sei, dass kaspisches Gas nach Europa fließe und der Essener Energiekonzern eine ausreichende Menge davon erhalte, sagte Großmann. Außerdem sei wichtig, dass sich RWE im Rahmen der Verhandlungen über die Gasröhre Explorationslizenzen in Aserbaidschan und Turkmenistan gesichert habe. Das Augenmerk richtet der deutsche Energieriese aber vor allem auf den eigenen Kontinent: "Wir glauben, dass wir unsere Wachstumschancen in Europa finden", betonte Großmann.

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