Auch Strauss-Kahn wurde Opfer eines Schuhwerfers

Schuhwerfer attackierte IWF-Direktor Strauss-Kahn

Ein Schuhwerfer hat den IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn in Istanbul am Rande der Herbsttagung der Organisationen attackiert.

Fernsehbilder zeigten den Mann am Donnerstag, wie er von Polizisten niedergehalten wurde. Strauss-Kahn hatte am Vormittag in der Bilgi-Universität gesprochen, als der Schuh aus dem Publikum geworfen wurde. Vor der Universität kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten, die sich Zutritt verschaffen wollten. Die Polizei nahm 17 Personen fest, darunter zwei Frauen.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte ein Reporter im Irak Schlagzeilen gemacht, nachdem er während einer Pressekonferenz seine Schuhe nach dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush geworfen hatte. Der Angreifer war ursprünglich zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe für den Journalisten, der Bush auch als "Hund" beschimpft hatte, war später wegen guter Führung reduziert worden.

Der "Schuhwerfer von Bagdad" war Mitte September freigelassen worden. Vielerorts folgten Demonstranten bereits seinem Beispiel, nicht nur im Nahen Osten, auch in London, Paris oder Washington. Mit Schuhen beworfen zu werden, wird in arabischen Ländern als schwere Beleidigung angesehen.