Siemens fehlt Rückenwind durch die Weltkonjunktur

Siemens macht die Konjunkturflaute zu schaffen. "Die Geschäfte sind nicht leichter geworden", sagte der aus Österreich stammende Siemens-Chef Peter Löscher dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "Auch den kurzzyklischen Geschäften fehlen Impulse", räumte er ein, ohne sich konkret zum Verlauf des zweiten Geschäftsquartals zu äußern. "Viele Experten erwarten einen Aufschwung im zweiten Halbjahr. Davon spüren wir noch nichts."

Wie die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, ist das abgelaufene Quartal für den Münchener Technologiekonzern nur "durchwachsen" verlaufen. Zur Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2012/13, wonach der Gewinn zwischen 4,5 und 5 Milliarden Euro liegen soll, will sich Löscher bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang Mai äußern.

Mit dem Verlauf des Sparprogramms zeigte sich Löscher zufrieden. "Wir sind gut gestartet. Viele Maßnahmen zeigen erste Wirkungen", sagte der Manager. Siemens habe bereits Einsparungen im hohen dreistelligen Millionenbereich erzielt. "Aber wir müssen uns anstrengen und haben den größeren Teil der Wegstrecke noch vor uns." Zu dem geplanten Stellenabbau - Medienberichten zufolge sollen in Deutschland mindestens 7.000 Jobs wegfallen - wollte sich Löscher nicht äußern. "Es gibt keine Zahlenvorgabe", sagte er nur.

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