SkyEurope-Chef: "2008 war kein gutes Jahr"

SkyEurope-Aufsichtsrat billigt Geschäftsabschluss

Der Aufsichtsrat der unter Gläubigerschutz stehenden Billigairline SkyEurope hat am Montag den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007/08, dem der Bilanzprüfer KPMG den Prüfvermerk verwehrt hatte, gebilligt. "2008 war kein gutes Jahr, auch für die gesamte Luftfahrt nicht", sagte der neue Vorstandsvorsitzende von SkyEurope, Nick Manoudakis, bei der ordentlichen Hauptversammlung am Dienstag.

Das Ebit-Verlust vertiefte sich im Geschäftsjahr 2007/08 um 37 Mio. Euro auf 57,9 Mio. Euro gegenüber dem Geschäftsjahr davor. Nach Angaben von Manoudakis ging die Ergebnisverschlechterung neben der Wirtschaftskrise vor allem auf die im Vorjahr stark gestiegenen Kerosinkosten zurück. Dies kostete die Fluglinie 28,3 Mio. Euro.

Außerdem verursachte die Auswahl des Wiener Flughafens als weitere große Basis mit sechs Flugzeugen Kosten von 16,3 Mio. Euro. Diese Investition werde sich langfristig rechnen, meint Manoudakis. Die Expansion nach Wien konnte nur mit Fremdkapital durchgeführt werden, was auch zu der derzeitigen schlechten finanziellen Lage der Airline führte. Durch die erhöhten Kapazitäten stiegen auch die Fixkosten der Fluglinie (8,9 Mio. Euro), so Manoudakis.

"Den Flugbetrieb zu erhalten, ist ein regelrechter Kampf", erklärte Manoudakis auf Fragen von Aktionärsvertretern. Die Belegschaft habe auf Teile ihrer Gehälter verzichtet, einige davon auf bis zu 50 Prozent. Nun habe man in dem erarbeiteten Restrukturierungsplan neue Einsparungen bei den Personalkosten vorgesehen. Details gab Manoudakis aber nicht bekannt. Verzichte gab es auch im Management und im Aufsichtsrat.

Den Verkauf von Tickets für die Wintersaison könne erst nach Verlängerung der bis Oktober 2009 befristeten Fluglizenz erfolgen. Man führe Gespräche mit der slowakischen Luftverkehrsbehörde. Sie sei bereit die Lizenz zu verlängern, wenn ein neuer Investor bei der Fluglinie einsteige, erklärte er.