Probebohrung für den Brenner-Basistunnel

Startschuss für Brenner-Probestollen

Nach dem Ende der Stillhaltefrist kann der Bau des Erkundungsstollens für den Basistunnel beginnen.

Da kein Einspruch erfolgte, können die Arbeiten umgehend starten, so Konrad Bergmeister, Chef der Brenner-Basistunnel-Gesellschaft (BBT SE). Am 28.9. hatte der Aufsichtsrat der BBT SE die Vergabe des rund 7 km langen Erkundungsstollen Innsbruck-Ahrental genehmigt. Bereits im Vorfeld habe man die Planungen vorbereitet und die Arbeiten europaweit ausgeschrieben.

Laut Bergmeister liegen sowohl für den Erkundungs- als auch für den Hauptstollen alle relevanten Genehmigungen vor. Anfang 2010 soll schließlich mit dem Bau des Haupttunnels begonnen werden. Dessen Baukosten werden laut Preisbasis vom 1.1.2009 8 Mrd. Euro betragen.

Die EU unterstützt die Kosten von rund 430 Mio. Euro für die Studien und Planungen sowie den Bau des Erkundungsstollens zur Hälfte. Die restlichen 50 % teilen sich Bund und das Land Tirol zu jeweils 12,5 % und Italien zu 25 %. Die Arbeiten an dem Erkundungsstollen in Südtirol haben bereits begonnen. Von dem rund zehn Kilometer langen Sondierungsstollen Aicha wurden sechs Kilometer fertiggestellt.

Der 55 km lange Brenner Basistunnel ist das Kernelement des Korridorabschnittes München-Verona. Er wird Innsbruck mit Franzensfeste in Italien verbinden und stellt somit einen wesentlichen Bestandteil der insgesamt etwa 2.200 km langen Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsachse Berlin-München-Verona-Palermo dar.