Ungarn: Fremdwährungskredite könnten Banken bis zu 3 Mrd. Euro kosten

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Der ungarische Bankenverband hat am Dienstag Details über die Umwandlung der Fremdwährungskredite präsentiert. Der Vizepräsident des Verbands, Daniel Gyuris, bezifferte die Verluste aus dem Gesetz mit mindestens 300 Mrd. Forint (952 Mio. Euro), berichtet am Dienstagnachmittag "Die Presse" in ihrer Onlineausgabe.

Die Kosten könnten aber dem Bericht zufolge auf bis zu 3 Mrd. Euro steigen, sollten auch Ungarns Gemeinden in den Schuldenerlass miteinbezogen werden. Bisher umfasst das Programm nur Privatpersonen.

Gyuris Schätzungen zufolge haben bis zum Jahresende 2011 rund 20 Prozent der Franken-Kreditnehmer das Angebot angenommen und ihre Darlehen zu einem günstigen Kurs in Euro umgewandelt. Die Banken waren zu diesem Schritt von der Regierung gezwungen worden. Allerdings haben sich die Institute Mitte Dezember mit Budapest auf eine Lösung verständigt. Demnach können auch Kunden, die bisher keine Rückzahlungsprobleme hatten, ihre Darlehen umwandeln.

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