GoStudent fuhr 2022 Verlust von 221 Millionen Euro ein

2024 Gewinn geplant

GoStudent fuhr 2022 Verlust von 221 Millionen Euro ein

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Am Mittwoch hat das Wiener Bildungs-Startup GoStudent - mittlerweile rund drei Milliarden Euro wert - verspätet seine Bilanz für 2022 im Firmenbuch veröffentlicht. In den Büchern steht für damals ein Verlust. Für 2024 rechnet man mit einem Gewinn.

Die aktuellen 2022er-Zahlen zeigen einen Verlust von 221 Millionen Euro für das Wiener Online-Nachhilfe-Unternehmen GoStudent auf. 

3 Milliarden Euro wert 

Wie trendingtopics berichtete, war 2022 das Jahr, in dem GoStudent eine Finanzierungsrunde der Serie D in Höhe von 300 Millionen Euro aufgenommen hatte, wodurch sich die Bewertung des Unternehmens auf 3 Milliarden Euro mehr als verdoppelte.

Expansion. 2022 kaufte GoStudent auch das britische Unternehmen Seneca Learning und die spanische Tus Media Gruppe und auch das deutsche Nachhilfeunternehmen Studienkreis. 2023 holte sich CEO Felix Ohswald frisches Geld. 

2022 wurden aber monatlich 18 Millionen Euro mehr ausgeben, als erwirtschaftet wurden. GoStudent-CEO Felix Ohswald musste deshalb hunderte Stellen streichen. Wie seit Mittwoch bekannt ist, hatte GoStudent im Jahr 2022 eben einen Verlust von 221 Millionen Euro. Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von 93 Millionen Euro summierte sich der Bilanzverlust auf 314 Millionen Euro.

Für 2023 gibt es noch keine fixen Zahlen, der Verlust ist laut einer Sprecherin aber um 70 Prozent zurückgegangen. Das würde einem Verlust von rund 66 Millionen Euro im Jahr 2023 entsprechen.

Für das heurige Jahr ist ein Gewinn anvisiert, heißt es von GoStudent.

Die Bilanzzahlen für 2022 hätte GoStudent bereits Ende September 2023 vorlegen müssen, reichte sie am Mittwoch, 7. Februar, aber verspätet nach. In Österreich müssen Kapitalgesellschaften (GoStudent ist eine GmbH) ihre Jahresabschlüsse bis spätestens Ende September offenlegen. Bisher wurden bei einem fehlenden Jahresabschluss automatisch Strafen verhängt, die aber nur im vierstelligen Bereich liegen. Aufgrund der Signa-Pleite, wo ebenfalls Bilanzen nicht pünkltich abgegeben worden sind, will Justizministerin Alma Zadić Strafen von bis zu 5 % des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens verhängen. 


  

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