Investmentbank wegen Bonuszahlungen am Pranger

US-Aufseher prüfen Boni bei Goldman Sachs

Die milliardenschweren Bonuszahlungen der Investmentbank Goldman Sachs haben nun auch die US-Behörden auf den Plan gerufen. Mehrere Branchenaufseher hätten Anfragen zur Vergütungspraxis der Bank gestellt, gab Goldman Sachs am Mittwoch bekannt. Das Institut hatte im vergangenen Quartal einen Rekordgewinn eingefahren und eine Milliardensumme für Bonuszahlungen an seine Mitarbeiter zurückgestellt.

In der Öffentlichkeit löste Goldman damit eine Welle der Kritik aus. Auch US-Präsident Barack Obama äußerte sich mehrfach skeptisch zu den Prämien an der Wall Street. Erst kurz zuvor hatte Bank eine milliardenschwere staatliche Finanzspritze zurückgezahlt.

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo nimmt derzeit die Vergütungspraxis mehrerer US-Großbanken ebenfalls unter die Lupe. Im vergangenen Jahr fielen nach seinen Angaben die Bonuszahlungen einer Reihe von Häusern in der Summe höher als die Gewinne aus.

Goldman Sachs kooperiere hinsichtlich der Anfragen mit den Branchenaufsehern, hieß es in einer Börsenpflichtmitteilung der Bank. Zudem verlangten die Regulierer auch Auskünfte zu einigen auf Krediten basierenden Finanzinstrumenten des Instituts. Solche spekulativen Wertpapiere standen im Mittelpunkt der Finanzkrise.