Banka Sparkasse feiert 10. Jahrestag

Die slowenische Tochter der Kärntner Sparkasse feiert den 10. Jahrestag ihrer Tätigkeit in Slowenien. 1999 bekam die damalige Kärntner Sparkasse-Filiale als erstes ausländisches Kreditinstitut überhaupt eine Filialkonzession der slowenischen Zentralbank, 2006 wurde sie zu einer selbstständigen AG umgewandelt. Mit einer Bilanzsumme von 1,2 Mrd. Euro, 53.000 Kunden und 259 Mitarbeitern ist die Sparkasse heute eine mittelgroße Bank in Slowenien.

Die Bank ist gemessen an der Bilanzsumme die Nummer 13 in Slowenien mit einem Marktanteil von 2,5 %. Für 2010 ist ein Zuwachs der Bilanzsumme um 5-10 % geplant, wie der Vorstandschef Josef Laussegger erklärt. Im Kerngeschäft, der Finanzierung von Privatkunden, belegt die Sparkasse mit einem Marktanteil von 5,2 % den 8. Platz. Das Ziel der Bank ist ein Marktanteil von 8-10 %.

Trotz einer konservativen Politik blieb die Sparkasse von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verschont. Dies wird sich heuer bei dem Gewinn niederschlagen, der durch die höhere Risikovorsorge sowie gestiegenen Kosten von Kreditrefinanzierung gedrückt wird. Bei der Kreditvergabe an Privatkunden sei die Krise allerdings nicht besonders spürbar, sagte die Leiterin der Privatkundenabteilung Natasa Tovornik. Der Kreditumfang von insgesamt 400 Mio. Euro ist heuer um 15 % höher als 2008.

Nach einem Gewinn von 3,5 Mio. Euro im Vorjahr, hat die Bank in 9 Monaten einen Gewinn von 300.000 bis 400.000 Euro verzeichnet. Wie hoch das Ergebnis im Gesamtjahr 2009 ausfallen wird, will Laussegger nicht spekulieren. "Es wird positiv sein", sagte er und fügte hinzu, dass die Sparkasse "etwas Speck" für 2010 anlegen werde.

In wie fern das Ergebnis durch einen möglichen Konkurs des Mischkonzerns Istrabenz belastet wird, der der Sparkasse 56 Mio. Euro schuldet, will das Vorstand nicht kommentieren. Die Bank erwarte, dass ihre Forderung vollständig getilgt werde, erklärte Vorstandsmitglied Marko Bosnjak. Die Sparkasse ist der zweitgrößte Gläubiger der Istrabenz, die sich in einem Zwangsausgleich befindet.