EU-Kommission prüft ungarische Auto-Beihilfen

Brüssel hat eine vertiefte Prüfung für Subventionen angekündigt, die Ungarn an ein modernes Audi-Motorenwerk im Györ vergeben hat. Konkret geht es um eine Beihilfe in Höhe von 14,9 Mrd. Forint (damals 49,5 Mio. Euro) für die Produktion von Motoren und Motorkomponenten der neuen Generation für Benzin- und Dieselmotoren mit 4 bis 12 Zylindern. In ihn der vorläufigen Prüfung war die Kommission zum Schluss gekommen, dass Schwellenwerte für eine regionale Beihilfe überschritten worden seien.

Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf umgerechnet gut 511 Mio. Euro. Die Regionalbeihilfen dürfen nur dann gewährt werden, wenn der Marktanteil der Geförderten in bestimmten Marktsegmenten 25 Prozent nicht überschreitet. Die Kommission vertrat dazu den vorläufigen Standpunkt, dass die Marktanteile des Volkswagen-Porsche-Konzerns (also inkl. VW) diesen Schwellenwert überschreiten.

Die Kommission wird prüfen, ob Audi die Beihilfe wirklich benötigt, um die Investition durchzuführen "und ob die Vorteile der Beihilfe die durch sie entstehenden Wettbewerbsverzerrungen überwiegen", erklärte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.