Wiener Börse schwächer - ATX verliert 0,73 Prozent

Die Wiener Börse hat am Nachmittag bei geringem Volumen mit schwächerer Tendenz gezeigt. Der ATX gab bis 14.15 Uhr um 0,73 Prozent auf 2.387,09 Punkte nach.

In einem schwachen europäischen Börsenumfeld gibt auch der heimische Markt klar nach. In der Ukraine-Krise verschärften die USA und die EU die Sanktionen gegen Russland. Dies drückt international auf die Stimmung und schürte Sorgen vor Gegenmaßnahmen. In der neuen Sanktionsrunde nimmt die US-Regierung nun zwei russische Banken, zwei Energiekonzerne und acht Rüstungskonzerne ins Visier.

Zum heimischen Markt liegen wenig fundamentale Nachrichten vor. Die Neuigkeiten zu Russland könnten die Raiffeisen Bank International (RBI)-Titel zusätzlich belasten, hieß es aus dem Handel. Russland lieferte im ersten Quartal 2014 bei der RBI nach wie vor für den größten Ergebnisbeitrag. Die RBI-Aktien mussten im Verlauf ein deutliches Minus von 3,17 Prozent auf 22,60 Euro hinnehmen.

Noch tiefer in der Verlustzone zeigten sich Telekom Austria mit einem Abschlag von 3,63 Prozent auf 7,17 Euro. Zur Wochenmitte hatte die Telekomaktie noch um 3,4 Prozent deutlich zugelegt. In einer europaweiten Branchenbetrachtung präsentierten sich die Sektoren Telekom und Banken am Berichtstag am schwächsten. Erste Group fielen 0,58 Prozent auf 18,74 Euro.

Strabag bauten einen kleinen Kursverlust von 0,26 Prozent auf 21,44 Euro. Österreichs größter Baukonzern hat den Zuschlag für den Bau eines Tunnels für Abwässer in Kanada erhalten. Das Auftragsvolumen liegt bei 79 Mio. kanadischen Dollar.

Wienerberger gaben leicht um 0,20 Prozent auf 12,31 Euro nach. Der Ziegelhersteller baut seine Kapazitäten in Großbritannien kräftig aus, um die lebhafte Nachfrage am Häusermarkt dort zu decken.

Unter den weiteren Schwergewichten ermäßigten sich OMV um 1,68 Prozent auf 31,09 Euro. voestalpine fielen 0,78 Prozent auf 34,34 Euro. Immofinanz gaben 0,58 Prozent auf 2,56 Euro nach.