Wienerberger tief in der Verlustzone

Im Jahr 2012

Wienerberger tief in der Verlustzone

Ergebnis nach Steuern drehte von plus 39,4 auf minus 40,5 Mio. Euro.

Der börsenotierte Ziegelhersteller Wienerberger hat 2012 Verluste gebaut. Infolge der flauen Konjunktur in Europa und der vorerst hohen Restrukturierungskosten drehte das Ergebnis nach Steuern im Jahresabstand von plus 39,4 Mio. auf minus 40,5 Mio. Euro. Der Umsatz stieg - nicht zuletzt dank des zur Gänze übernommenen Kunststoffrohrherstellers Pipelife (seit Ende Mai 2012 vollkonsolidiert) - massiv um 23 Prozent auf 2,36 Mrd. Euro. Die Restrukturierung läuft auf Hochtouren.

Einmaleffekte
"Wir machen einen Verlust von 41 Mio. Euro, weil wir alle Maßnahmen als Einmaleffekte bereits 2012 nehmen", erklärt Wienerberger-Chef Heimo Scheuch. Die Preise hätten im abgelaufenen Jahr im Schnitt um 4 Prozent angehoben werden können.

Das - um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigte - Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich gegenüber den angepassten Zahlen aus 2011 etwas von 240,4 auf 245,5 Mio. Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) sank um 23 Prozent von 40 auf 31 Mio. Euro.

Positiv niederschlagen sollen sich heuer die Erweiterung des Sortiments um die Pipelife-Produkte sowie die Aufwärtsentwicklung der Geschäfte in Nordamerika.

60 Werke geschlossen
Seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 hat Wienerberger rund 60 Werke eingemottet oder geschlossen, die meisten davon in den ersten beiden Jahren, "einige wenige" noch im Vorjahr. Derzeit sind 226 Standorte in Betrieb bzw. Teilbetrieb. Der Baustoffkonzern beschäftigte im Vorjahr im Schnitt 13.060 Mitarbeiter.