Zwei Investoren wollen Müller-Brot

Auch Produktion in Deutschland

Zwei Investoren wollen Müller-Brot

Ende März läuft das Insolvenzgeld für die 1.250 Mitarbeiter aus.

Die wegen schwerer Hygienemängel geschlossene deutsche Großbäckerei Müller-Brot hat womöglich doch eine Zukunft. Es gebe zwei Investoren, die an der Übernahme des Unternehmens als Ganzes interessiert seien, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am Montag mit.

"Erfreulicherweise sind die beiden strategischen Investoren weiterhin bereit, nicht nur das Filialnetz, sondern unter bestimmten Umständen auch die Produktionsanlagen zu übernehmen", sagte Ampferl. Er erwartet aber ein Signal der Lebensmittelbehörden, "dass sie die Produktion frei geben, wenn der Investor die bisher angezweifelte Nachhaltigkeit des bereits aufgesetzten Hygienekonzepts sicherstellt".

Denkbar sei eine Lösung, bei der ein Investor zunächst das Filialnetz übernimmt und sich zugleich auf die Übernahme der Produktionsanlagen in Neufahrn bei Freising verpflichtet, sobald die Genehmigung der Gesundheitsbehörden für die Wiederaufnahme der Produktion vorliegt.

Ende März läuft das Insolvenzgeld für die 1.250 Mitarbeiter aus. So lange zahlt die Agentur für Arbeit die Löhne der Beschäftigten. Vor einer Woche hatte das Landratsamt Freising den seit Ende Jänner bestehenden Produktionsstopp bestätigt, nachdem bei einer fast ganztägigen Begehung erneut Ungeziefer gefunden worden war.