Betrieb läuft weiter

Hotel-Gigant ist insolvent: 5.500 Mitarbeiter sind betroffen

Der Hotelkonzern REVO ist insolvent, doch der Betrieb geht weiter. Trotz der Sanierung bleiben Hotels und Arbeitsplätze erhalten. 

Der Hotelbetreiber REVO hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind rund 140 Gesellschaften des Konzerns, die Hotels in Deutschland und Österreich führen. Die Gruppe hält den Betrieb von rund 125 Häusern aufrecht, während alle rund 5500 Mitarbeiter im Unternehmen bleiben.

Viele Marken im Portfolio

Die REVO Hospitality Group betreibt insgesamt 250 Hotels in 12 europäischen Ländern und 135 Städten. Sie ist unter eigenen Marken und als Franchisenehmer aktiv. Dazu gehören Marken wie Hilton, Accor, Wyndham und Marriott.

Ursachen der Schieflage

In einer Pressemitteilung verweist das Unternehmen auf die Wirtschaftskrise, die 140 Gesellschaften inklusive Verwaltungs- und Holdinggesellschaft belastet habe. Besonders gestiegene Lohnkosten und höhere Mindestlöhne, aber auch steigende Kosten für Mieten, Energie und Lebensmittel hätten das Geschäft beeinflusst. Zusätzlich habe eine schnelle Expansion zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen geführt.

Ziele der Sanierung

Trotz der Lage zeigt sich die Geschäftsführung optimistisch. Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser erklärt: „Mit den überwiegend in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Gesellschaften bestehen gute Aussichten für eine zügige Sanierung und eine langfristige Fortführung. Wir werden den Geschäftsbetrieb umgehend stabilisieren und erste Sanierungsmaßnahmen in Absprache mit den wesentlichen Stakeholdern umsetzen,“ so zitiert ihn die deutsche Bild. 

Neue Verantwortlichkeiten

Geiser wurde gemeinsam mit Dr. Benedikt de Bruyn für die Dauer der Eigenverwaltungsverfahren zum Geschäftsführer der betroffenen Gesellschaften berufen.

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