"Starker Anstieg"

Sprit-Preise in Österreich bereits deutlich TEURER

Im Vergleich zum Montag vor einer Woche kostet Diesel bereits 10 Cent mehr. Das ist erst der Anfang, warnen Marktbeobachter. Laut ÖAMTC sind die Preise bereits seit langem zu hoch.

Der Iran-Krieg lässt die Spritpreise hochschnellen. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche kostet Diesel bereits 10 Cent mehr. Am Montag zahlte man bereits 1,65 Euro für Diesel.

Ein Liter Superbenzin ist 7 Cent teurer geworden. Der Preis liegt jetzt bei 1,57 Euro. Es handelt sich dabei um Tagespreise, die oe24 vom ÖAMTC zur Verfügung gestellt wurden.

Datum Diesel Preis (€)
23.02.2026 1,552
24.02.2026 1,566
25.02.2026 1,569
26.02.2026 1,564
27.02.2026 1,569
28.02.2026 1,554
01.03.2026 1,552
02.03.2026 1,649

 

Datum Super Preis (€)
23.02.2026 1,506
24.02.2026 1,519
25.02.2026 1,519
26.02.2026 1,516
27.02.2026 1,519
28.02.2026 1,499
01.03.2026 1,491
02.03.2026 1,569

Auch jetzt reagiert der Dieselpreis offensichtlich wiederum etwas stärker auf den Konflikt. 

ÖAMTC kritisiert hohe Preise

Diese schnelle und deutliche Reaktion an den Tankstellen in dieser Höhe, ist trotz Eskalation im Nahen Osten und gestiegenen Rohölpreises aus Sicht des ÖAMTC nur bedingt nachvollziehbar.

  • Zum eine warten heimischen Konsumenten bereits seit Monaten auf die gerechte Weitergabe von Preissenkungen am Rohölmarkt der vergangenen Monate die nur verzögert und im geringen Ausmaß an den Tankstellen sichtbar wurden. Hierzu gab es ja auch in den vergangen Wochen deutliche Wortmeldungen seitens der Politik, wie dem Finanzminister und in weiterer Folge auch die Beauftragung einer Prüfung der Spritpreise.
  • Zum anderen rechtfertigt der aktuelle Erdölpreis trotz deutlichem Anstieg nicht derart hohe Preise wie wir sie zum Anfang dieser Woche sahen. Zum Vergleich: Im Jänner 2025 war der Erdölpreis etwa gleich hoch wie jetzt, an den Tankstellen war speziell Diesel jedoch deutlich günstiger. Aus meiner Sicht fehlt also selbst in Hinblick auf die aktueller Eskalation im Nahen Osten wiederum die Verhältnismäßigkeit von Sprit- zu Rohölpreisen.
  • Konsumenten zahlen mit den ohnehin zu hohen Preis der vergangen Monate und jetzigen überbordenden Preissteigerung aktuell gefühlt doppelt drauf.
     

Tipps zum Tanken:

"Dadurch, dass Tankstellen nur einmal um 12:00 die Preise erhöhen, aber jederzeit Senkungen dürfen, sollte man, wenn möglich nicht knapp nach 12:00 tanken. Üblicherweise werden die Preise um 12:00 nämlich tendenziell zu hoch als zu niedrig angesetzt. Unmittelbar nach 12:00 tankt man aktuell also üblicherweise zum Tageshoch", erklärt Dominik Graf vom ÖAMTC gegenüber oe24.

Wer warten kann, tankt deshalb erst am nächsten Vormittag meistens günstiger. Von Gestern Nachmittag auf Heute Vormittag waren das den ÖAMTC-Beobachtungen zufolge durchschnittlich 2 bis 3 Cent.

Längere Ausblicke sind aktuelle aufgrund der sehr dynamischen Situation eher nicht möglich. Bei weiterer Eskalation ist die Wahrscheinlichkeit natürlich eher groß dass die Preise weiter anziehen.

Aktuell gilt der übliche Tipp, Preise zu vergleichen also noch mehr als sonst.

Bundeswettbewerbsbehörde kontrolliert Spritpreis-Anstieg

Aus dem Wirtschaftsministerium heißt es auf oe24-Anfrage: Der größte Teil des Spritpreises entsteht am internationalen Markt.
Benzin und Diesel werden auf Basis internationaler Notierungen gehandelt – etwa über Marktberichte wie Argus oder Platts.
Wenn dort die Preise steigen, weil Unsicherheit eingepreist wird, wirkt sich das zeitverzögert bis zur Tankstelle aus.
Darauf habe Österreich keinen direkten Einfluss.

Zusätzlich setzen sich die Preise zusammen aus:

  • Beschaffungsverträgen der Händler
  • Transport- und Betriebskosten
  • und Steuern

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat die Bundeswettbewerbsbehörde ersucht, die aktuelle Spritpreisentwicklung genau zu prüfen. 

  • "Insbesondere habe ich das IHS beauftragt, die aktuell laufende Sonderuntersuchung der Treibstoffpreise, mit besonderem Augenmerk auf die aktuellen Entwicklungen zu erweitern."

Zudem wurde eine Taskforce „Versorgungssicherheit“ im Ministerium etabliert - mit Unterstützung von Harald Oberndorfer (WIFO), dem ASCII, der E-Control und der WKO - welche sich mit dem täglichen Monitoring, der Spritpreisentwicklung im Inland, Versorgungsszenarien und Instrumentenprüfung befasst. Ziel ist es die Bundesregierung bestmöglich zu beraten und frühzeitig zu erkennen, ob weitere Schritte notwendig sind.

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