Chinas Staatspräsident Xi bei Plenarsitzung

Schwerer Schlag

China hat offiziell das letzte LGBT Zentrum geschlossen

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Eine Interessengruppe, die auch als geschützter Raum für die LGBTQ-Gemeinschaft in Peking diente, ist die jüngste Organisation, die aufgrund des harten Vorgehens der Regierung des chinesischen Führers Xi Jinping geschlossen wurde.

"Wir bedauern sehr, dass das Pekinger LGBT-Zentrum aufgrund von Umständen, die sich unserer Kontrolle entziehen, seinen Betrieb heute einstellen wird", heißt es in einer Mitteilung, die am Montagabend auf dem offiziellen WeChat-Konto des Zentrums veröffentlicht wurde.

Schwerer Schlag

Die Schließung der Gruppe ist ein schwerer Schlag für Interessengruppen, die sich früher öffentlich für die Rechte von LGBTQ+ einsetzen konnten. "Sie sind nicht die erste Gruppe und auch nicht die größte, aber weil das Beijing LGBT Center in Peking war, repräsentierte es Chinas LGBT-Bewegung", sagte ein chinesischer Aktivist, der aus Angst um seine Sicherheit um Anonymität bat. "In unserem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ist es wichtig, eine solche Organisation zu haben. Es war ein Symbol für die Präsenz der LGBT-Bewegung". Besonders skurille Auswüchse hat die LGTBQ-Unterdrückung dahingehen erreicht, das Dumbledor im Mehrteiler 'Phantastische Tierwesen' in China nicht schwul sein durfte und zensiert wurde

Das Pekinger LGBT-Zentrum beschreibt seinen Auftrag als sich entwickelnd; es begann als sicherer Raum für die Gemeinschaft, um Veranstaltungen durchzuführen. Dann wurde es zu einer Interessengruppe mit dem Ziel, "die Lebensbedingungen für die sexuell vielfältige Gemeinschaft zu verbessern". Sie bot kostengünstige psychologische Beratung an und veröffentlichte Listen von LGBTQ-freundlichen Gesundheitsfachleuten.

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