Corona-Krise: Italien lässt keine Migranten mehr ins Land

"Der Bevölkerung nicht vermittelbar"

Corona-Krise: Italien lässt keine Migranten mehr ins Land

"Das ist der eigenen Bevölkerung nicht vermittelbar" - so lehnte die Regierung in Rom gegenüber dem EU-Außenministerrat ab, weitere aus Seenot gerettete Migranten aufzunehmen.

In der per Videoschaltung geführten Konferenz der EU-Außenminister stellte jetzt Italiens Regierung klar, dass schiffbrüchige Asylwerber gar nicht mehr ins Land gelassen werden. Argumentiert wurde das damit, dass nun aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine weitere Aufnahme von Migranten "der eigenen Bevölkerung nicht vermittelbar" wäre. Und es gebe die Sorge, dass Personen aus Afrika selbst mit dem Virus infiziert seien, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Auch weitere EU-Länder am Mittelmeer wollen so wie Italien handeln, auch wenn sich andere EU-Mitgliedsstaaten bereit erklären würden, die Migranten dann bei sich aufzunehmen.

Das Nein der italienischen Regierung kommt nicht ganz unerwartet: Immerhin ist Italien mit aktuell 74.386 Infizierten und 7503 Todesfällen in Europa exterm von der Coronavirus-Seuche belastet. Auch die österreichische und die ungarische Regierung sehen die Seenotrettungsmission der EU äußerst kritisch: Mit den Patrouillen der Marineschiffe direkt vor der afrikanischen Küste entstünde ein neuer Anreiz für Migranten, die Route über das Mittelmeer zu wagen.

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