Corona-Hotspots
Ausreise-Testpflicht: Diese Bezirke stehen an der Kippe
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Wegen der hohen Coronavirus-Ansteckungszahlen und der Verbreitung der britischen Mutation haben heute, Dienstag, 5.00 Uhr Kontrollen für Ausreisende aus dem Kärntner Bezirk Hermagor durch die Polizei begonnen. Wer den Bezirk verlassen möchte, muss sich ausweisen und einen negativen Coronatest bzw. ein Attest vorweisen, wonach man im vergangenen halben Jahr eine Infektion durchgemacht hat. Ausgenommen sind etwa der Güterverkehr und Kinder unter zehn Jahren.
Kärnten setzt damit einen Erlass des Gesundheitsministeriums um. Demnach sind negative Corona-Tests für das Verlassen von Bezirken oder "lokal abgegrenzten Hotspots" nötig, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz dort über 400 pro 100.000 Einwohner liegt. Aufrechterhalten werden muss die Testpflicht bis die Inzidenz nachhaltig (für zehn Tage) unter 200 gefallen ist.
| Hermagor | 593 |
| Wiener Neustadt | 563 |
| Sankt Johann | 491 |
| Waidhofen/Thaya | 347 |
| Wiener Neustadt (Land) | 335 |
| Lienz | 334 |
| Jennersdorf | 310 |
| Braunau | 305 |
| Baden | 299 |
| Weiz | 296 |
Davon betroffen sind neben Hermagor auch Wiener Neustadt und Sankt Johann. Bedrohlich nahe an einer Inzidenz von 400 ist man auch in Waidhofen an der Thaya, Wiener Neustadt (Land) und Osttirol. In diesen Bezirken droht nun ebenfalls eine Ausreise-Testpflicht.
Maßnahmen in Wr. Neustadt ab Mittwoch
Die aufgrund einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 400 vorgesehenen verstärkten Corona-Maßnahmen werden in Wiener Neustadt ab Mittwoch umgesetzt. Sanktionen für Ausreisen ohne negatives Testergebnis wird es allerdings erst ab Samstag - nach dem Vollausbau der für die Untersuchungen nötigen Kapazitäten - geben, hieß es am Montag in einer Aussendung. Als Basis gilt eine Verordnung der Stadt.
Anstatt der aktuell möglichen 2.000 Tests täglich werden in den kommenden Tagen 15.000 benötigt. Umsetzbar machen soll dies ein Ausbau der Teststraßen von 16 auf 40. Neben den Kasematten und der Arena Nova werde daher auf einen dritten Standort gesetzt.
Personell wird die Stadt ein Assistenzansuchen über 300 Mann an das Bundesheer stellen, wurde angekündigt. Um ausreichend qualifiziertes Testpersonal zur Verfügung zu haben, bestehe bereits Kontakt zum Roten Kreuz.
"Mit dieser Vorgangsweise stellen wir sicher, dass wir einerseits die Anordnungen des Gesundheitsministers einhalten und andererseits, wie von mir angekündigt, erst dann sanktionieren, wenn wir die notwendigen Testkapazitäten bereitstellen können", die ab Freitag im Vollausbau seien, betonte Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP). "Daher kann erst mit Samstag sanktioniert werden."
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