Polizeieinsatz

So liefen die Corona-Demos in Europa

Corona-Demo in Leipzig verboten, Gegendemo erlaubt

So verliefen die Corona-Demos in anderen europäischen Städten.

Auch in anderen europäischen Städten riefen Gegner der Corona-Maßnahmen zu Protesten auf. So verlief der Demo-Samstag in Leipzig und Helsinki.

Leipzig

Die Polizei in Leipzig hat mit einem Großaufgebot eine verbotene Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verhindert. Wie die Leipziger Polizei am Samstagabend mitteilte, waren rund 1700 Beamte im Einsatz, um das Verbot der Demonstration der sogenannten Querdenken-Bewegung durchzusetzen und mehrere Gegendemonstrationen abzusichern. Auf Zufahrtsstraßen wurden etwa tausend Fahrzeuge kontrolliert, um die Anreise von Querdenken-Demonstranten zu verhindern.

Demo wegen Corona-Risiko abgesagt

Die Querdenken-Demonstration, die am Nachmittag im Stadtzentrum von Leipzig stattfinden sollte, war von der Stadt verboten worden.  Angesichts der in Sachsen überdurchschnittlich hohen Infektionszahlen und der zunehmenden Verbreitung von Virusvarianten bestehe ein "unkalkulierbares und nicht zu kontrollierendes Risiko".

Gegendemos gestattet

Mehrere Gegendemonstrationen durften aber stattfinden. Etwa 40 Radfahrer setzten sich am Leipziger Marktplatz in Bewegung und fuhren über Sachsen-Anhalt und Thüringen zurück zum Startpunkt. Am Mittag startete eine zweite Fahrrad-Demo, an der bis zu 200 Radfahrer teilnahmen. Beide Fahrrad-Demos verliefen nach Polizeiangaben ohne Vorkommnisse. Auch drei Versammlungen mit insgesamt 120 Teilnehmern in der Innenstadt, die der sozialistisch-demokratische Studierendenverband Leipzig angemeldet hatte, verliefen nach Polizeiangaben störungsfrei.

Fahrzeug-Korso

An einem angemeldeten Fahrzeug-Korso, deren Teilnehmer ein "Ende der Corona-Maßnahmen" forderten, nahmen nach Polizeiangaben am Nachmittag etwa 65 Fahrzeuge mit rund 130 Insassen teil. "Polizeilich relevante Vorkommnisse wurden nicht bekannt", erklärte die Polizei. Im gesamten Einsatzverlauf wurden demnach Verkehrsstraftaten, ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine Beleidigung angezeigt. Zudem wurden vier Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung festgestellt.

 

Helsinki

Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen sind in der finnischen Hauptstadt Helsinki am Samstag 20 Menschen festgenommen worden. An dem Protest nahmen nach Angaben der Polizei bis zu 300 Personen teil. Die Festgenommenen müssen auch mit einer Geldstrafe rechnen, weil sie Weisungen von Polizeibeamten nicht befolgten. Diese hatten die Teilnehmer dazu aufgerufen, die Versammlung zu beenden.

Derzeit dürfen sich in Finnland maximal sechs Personen treffen. Laut Polizei wurden auch zehn Autofahrer im Zusammenhang mit dem Protest mit Bußgeldern belegt.



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