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Ausgrenzungs-Eklat

Darum bekommen 300.000 Menschen keine Gratis-Antigen-Tests

Unfaire Behandlung durch das Gesundheitsministerium?

Eigentlich sollen ab 1. März alle Menschen, die in Österreich versichert sind und ein gewisses Alter erreicht haben, in heimischen Apotheken pro Monat fünf Antigen-Coronatests für zuhause erhalten. Eigentlich. Denn wie "futurezone.at" berichtete, werden in der Praxis etwa 296.000 Personen von diesem Angebot ausgeschlossen.

Alle ohne ELGA werden übergangen

All jene, die sich von der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) bzw. der e-Medikation abgemeldet haben, werden nach derzeitigem Stand keine Gratis-Antigentests zum Mitnehmen erhalten. Ein Bericht des Gesundheitsausschusses begründet diese Tatsache damit, es sei technisch nicht anders möglich gewesen.

Gleichstellungsbestimmung außer Kraft gesetzt

Aber: Der Ausschluss von knapp 300.000 Menschen vom Angebot der Corona-Tests für zuhause widerspricht eigentlich der Gleichstellungsbestimmung, laut der niemand, der sich von der ELGA abgemeldet hat, benachteiligt werden darf. "Diese hat man für diesen Anwendungsfall außer Kraft gesetzt", so Bürgerrechtsexperte Thomas Lohninger im "Futurezone"-Interview.

Schlechte Planung?

Fraglich ist, ob es nicht durch bessere Planung möglich gewesen wäre, die Gratis-Tests zum Mitnehmen beispielsweise an die E-Card zu koppeln. "Das hätte man vorhersehen können", betonte Lohninger.

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