Wiener Arzt Christoph Wenisch: ''Ich bekomme Österreichs erste Corona-Impfung''

Impf-Start in Österreich

Diese Personen bekommen die erste Impfung

Die ersten fünf Kandidaten sind über 80-jährige Risikopatienten – danach wird um 12.30 Uhr der Leiter der Infektionsabteilung der Klinik Favoriten, Christoph Wenisch, geimpft.

Wien. Am Sonntag startet die größte Impfaktion der österreichischen Geschichte. Um 9.00 Uhr werden zunächst drei Frauen und zwei Männer über 80 Jahre die ersten sein, die in Österreich gegen das Coronavirus geimpft werden. Den Risikopatienten wird an der MedUni Wien die erste von zwei Impfdosen verabreicht. "Mit der Impfung ist der Anfang für den Sieg gegen die Pandemie eingeleitet", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Alle Bundesländer sollen zeitgleich Impfdosen erhalten.

Durchgeführt werden die ersten Injektionen von Ursula Wiedermann-Schmidt, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie und Vorsitzende der österreichischen Impfkommission, sowie dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres. In der MedUni gibt es eine Spezialambulanz für Risikopatienten. Dort hätten sich die fünf Probanden freiwillig gemeldet, erläuterte Wiedermann-Schmidt. Sie alle haben Vorerkrankungen. Der älteste ist 93 Jahre alt. Ein gewisser Schutzeffekt soll laut Hersteller schon sieben Tage nach der ersten Teilimpfung gegeben sein. Zahlreiche weitere Patienten hätten sich ebenso bereits auf eine Liste für die Impfung eintragen lassen. Österreich startet mit der Immunisierung zeitgleich mit der EU.

Leiter der Infektionsabteilung wird geimpft

Ab 12.30 Uhr geht es mit den Impfungen in den Wiener Corona-Stationen mit dem Impfen los. Dort wird der Leiter der Infektionsabteilung der Klinik Favoriten, Christoph Wenisch, der Erste sein. Vor Ort werden der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und Gesundheitsminister Anschober anwesend sein. Auch in den anderen Bundesländern werden die Impfungen gestartet. Eine Ausnahme bilden Burgenland und Kärnten – sie starten die Aktion später.


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