St. Wolfgang Wolfgangsee

Mutations-Alarm

Massen-Screenings in Schwaz: Bisher 25 positive Tests

25 Personen wurden positiv auf Corona getestet.

Bei den PCR-Massentests im Tiroler Bezirk Schwaz, die aufgrund der Entdeckung der südafrikanischen Coronavirus-Variante im Bezirk durchgeführt werden, haben sich bis Montagmittag über 2.500 Menschen angemeldet. 1.254 Tests wurden seit Sonntag in den drei Teststraßen in Schwaz, Mayrhofen und Fügen durchgeführt, wobei 25 Tests ein positives Ergebnis hervorbrachten, teilte das Land mit.
 
Indes war weiter unklar, wo die Verbreitung der südafrikanischen Variante ihren Ausgang genommen hatte. "Wir brauchen einen möglichst umfassenden Einblick in das Infektionsgeschehen im Bezirk, um einen Überblick über mit dem Virus und mit seinen Mutationen infizierte Personen zu erhalten sowie Kontaktpersonen raschestmöglich ausfindig zu machen", sagte Elmar Rizzoli, Leiter des Corona-Einsatzstabes. Sollten Auffälligkeiten entdeckt werden, werden Proben für die Sequenzierung an die AGES übermittelt.
 
Im Bezirk Schwaz leben rund 84.000 Menschen. Sie wurden dazu aufgerufen, sich bis Mittwoch auf das Virus testen zu lassen. Eine Anmeldung ist unter der Gesundheitshotline 1450 oder online (www.tiroltestet.at) möglich.
 
Bisher wurden in Tirol sieben Fälle der südafrikanischen Virusmutation bestätigt. Fünf davon im Bezirk Schwaz, sowie jeweils ein Fall im Bezirk Innsbruck-Stadt sowie im Bezirk Innsbruck-Land. Außerdem wurde vermutet, dass es Verbindungen zu einem Cluster im Altenwohnheim Münster mit 16 Fällen gibt sowie zu Infektionen im Bezirkskrankenhaus Schwaz.
 

Corona-Cluster in Altenheim

Indes laufen laut Land die Ermittlungen zu den Mutationsfällen weiter, die alle einen Zusammenhang zum Bezirk Schwaz hätten. So werden mögliche Verbindungen zum Krankenhaus Schwaz näher untersucht, hieß es. Zudem tat sich ein Cluster im Altenwohnheim in Münster mit 16 positiven Fällen auf (Bewohner und Mitarbeiter). Diese Proben würden derzeit im Detail hinsichtlich Auffälligkeiten analysiert. "Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es hier eine Verbindung zu bereits bekannten Fällen im Bezirk Schwaz", so das Land in einer Aussendung. Die Bewohner hatten bereits die erste Teilimpfung des Corona-Impfstoffes erhalten. Das Land wies darauf hin, dass nach derzeitigen medizinischen Erkenntnissen eine volle Schutzwirkung des Impfstoffes erst nach der zweiten Teilimpfung eintritt. Zudem seien Vorsichtsmaßnahmen im Heim erneut verschärft worden. Insgesamt war nach wie vor unklar, von wo in Tirol die südafrikanische Virusmutation ihren Ausgang genommen hatte und wie die Mutation ins Land getragen worden war.
 

 

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