Spital voll: Unfallopfer bekam kein Intensivbett mehr

Lage sei "dramatisch"

Spital voll: Unfallopfer bekam kein Intensivbett mehr

Aufgrund der dramatischen Corona-Lage in den steirischen Spitälern, schlagen diese Alarm. Ein Unfallopfer musste bereits in ein anderes Krankenhaus transportiert werden.

Die Corona-Lage in Österreich ist trotz Lockdowns noch immer dramatisch. Nun schlagen auch die Spitäler in der Steiermark Alarm. Gegenüber dem ORF Steiermark heißt es die Situation sei "dramatisch". In Graz bei den Barmherzigen Brüdern seien nur zwei von elf Intensivbetten frei. "Bei uns wurden mittlerweile schon zwei Stationen geschlossen, um Personal für die Covid-Stationen zu requirieren. Die Kapazitätsgrenze wird, wenn das so weitergeht, erreicht werden, Wir hoffen, dass wir ohne die Triage auskommen. Es gibt meiner Sicht nach auch eine Chance dafür, aber es wird deftig kritisch", wird der ärztliche Leiter Geza Gemes zitiert.

Auch in den restlichen Teilen des Landes ist die Lage ähnlich angespannt. "Es ist wirklich alarmierend. In der Oststeiermark und im Burgenland sind die Intensivstationen schon voll. Es gab etwa einen schweren Verkehrsunfall, wo ein Patient intensivmedizinische Betreuung brauchte, da musste dann ein weit entferntes Krankenhaus bemüht werden“, schilderte der Sprecher der steirischen Krankensanstaltengesellschaft (KAGes) Reinhard Marczik.

Und er richtet auch einen Appell an die Bevölkerung. „Die Lage ist wirklich ernst. Unser Appell geht an die Menschen, das endlich wirklich zur Kenntnis zu nehmen, und ihr Verhalten entsprechend auszurichten“, so Marczik, der den Eindruck hat, dass manche in Österreich den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben.

Es gilt vor allem eine sogenannte Triage zu vermeiden. Dabei handelt es sich um jenes Szenario, in dem die Bettenkapazität derart ausgeschöpft ist, dass Ärztinnen und Ärzte entscheiden müssen, wer behandelt wird und wer nicht.

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