Mitarbeiter der russischen Botschaft mit Sputnik V-Paket

Wer jetzt mit dem Impfstoff geimpft wird

Sputnik in Österreich gelandet

Erste Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V sind heute in Österreich angekommen. Die Zulassung steht jedoch noch aus.

Heute sind die ersten Dosen des russischen Coronavirus-Impfstoffes "Sputnik V" in Österreich angekommen. Und das, obwohl das Vakzin derzeit weder in der EU, noch in Österreich zugelassen ist, da entscheidende Studiendaten noch ausständig sind. Erste Studien lassen zumindest eine hohe Wirksamkeit des Impfstoffes vermuten.

© https://www.facebook.com/RusBotschaftWien/
Sputnik V in Österreich angekommen
× Sputnik V in Österreich angekommen

Impfung für Diplomaten

Die heute angekommenen Impfdosen werden trotz fehlender Zulassung in Österreich verimpft werden: Die diplomatischen Vertretungen Russlands, die sich derzeit in Österreich befinden, werden den Sputnik V- Impfstoff erhalten. 

Doch auch österreichische Staatsbürger könnten sich vielleicht bald für eine Sputnik-Impfung anmelden: Österreich soll bereits mit Russland in Verhandlungen stehen. Nachbarland Ungarn hat den russischen Impfstoff trotz fehlender EU-Zulassung bereits im Einsatz.

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Sputnik V in Österreich angekommen
× Sputnik V in Österreich angekommen

Ein Foto, das auf Sozialen Netzwerken verbreitet wurde, zeigt Botschafter Dmitri Ljubinski mit zwei großen Paketen. Ein Sprecher der Botschaft bestätigte gegenüber der APA, dass der Impfstoff an alle Mitarbeiter der russischen Vertretungen geht. "Wir sind Impfpatrioten", sagte Sprecher Lev Terekhov. Geimpft werde durch den Botschaftsarzt in der Botschaft. Die Impfung erfolge auf eigene Verantwortung.

Sputnik V in rund 60 Ländern zugelassen

Bisher ist Sputnik V laut russischen Angaben in rund 60 Ländern zugelassen, nicht aber in der EU. Österreich führt aktuell Verhandlungen für den Einsatz des Vektorviren-Vakzins, die laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) "de facto am Ende angelangt" sind. Der Kauf von einer Million zusätzlichen Impfdosen wäre für die österreichische Impfkampagne ein "zusätzlicher Turbo", hatte Kurz am Samstag vor Journalisten betont. Eine nationale Zulassung steht im Raum.

Ende des vergangenen Jahres hatte die russische Botschaft noch erklärt, dass die Botschaft über keine spezielle "Medizinanstalten" verfüge. Dienstleistungen wie Injektionen "gehören allgemein nicht zur Tätigkeit einer diplomatischen Mission. Eine Impfung gegen COVID 19 wird daher nur in von den österreichischen Behörden zertifizierten Einrichtungen möglich sein", hieß es in einer Mitteilung der Botschaft vom Dezember 2020.

Laut Außenministerium können sich alle in Österreich residierenden Botschaftsangehörigen und ihre Familienmitglieder kostenfrei und freiwillig in Österreich impfen lassen. Die Reihung erfolge nach dem allgemeinen Covid-19-Impfplan, sagte eine Sprecherin zur APA.



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