Impfung

Coronavirus

Ungeimpfte verweigern Lockdown

Vor allem Ungeimpfte verweigern die Maßnahmen des Lockdowns. 

Wien. Seit knapp einer Woche sitzen die Österreicher im Lockdown – und die Polizei hat bereits 300.000 Mal kontrolliert. Doch wie hält sich die Bevölkerung wirklich an die Corona-Maßnahmen? Eine Untersuchung des Complexity Science Hub Vienna, der ja auch die Regierung berät, zeichnen ein zwiespältiges Bild:

OÖ und Salzburg: Hier wirkte Lockdown stärker 

Mobilität ging zurück. Untersucht haben die Experten rund um Peter Klimek den Lockdown für Ungeimpfte. Fazit: Ja, in den besonders betroffenen Ländern Salzburg und Oberösterreich ist die Mobilität stärker zurückgegangen – konkret um knapp 17 bzw. um 14,7 %. Klimek: „Das deutet auf ein höheres Problembewusstsein angesichts der dort besonders hohen Zahlen hin.“

Ungeimpfte unbeeindruckt. Wirklich spannend sind die Werte aber in jenen Bezirken, in denen die Impfquote besonders niedrig ist: „Hier hätte man erwartet, dass die Mobilität in einem Unge­impften-Lockdown stärker zurückgeht als dort, wo es mehr Geimpfte gibt. Das ist aber nicht der Fall“, so Klimek. Oder anders gesagt: Ja, in den betroffenen Ländern wurde reagiert, speziell aber die Ungeimpften ignorierten den für sie gedachten Lockdown.

Allgemeiner Lockdown wirkt. Klimek rechnet trotzdem damit, dass der allgemeine Lockdown wirkt: Zwar seien die Menschen in den ersten Tagen „nur“ zu 18 % weniger unterwegs gewesen – das werde sich aber noch verstärken. Fazit Klimeks: „Mit dem Lockdown für Ungeimpfte haben wir den Trend zwar umgedreht, aber erst durch den Lockdown für alle schaffen wir es, dass die Zahlen stark sinken und die Spitäler wirklich entlastet werden.“