Neues Tool enttarnt Profile

Netflix schockt User: Teilen von Accounts bald vor dem Aus?

Dass gleich mehrere Personen sich einen Netflix-Account teilen, gehört für viele schon zum Standard. Das könnte sich aber bald ändern.

Die Erfolgsgeschichte von  Netflix  geht trotz aufkommender Konkurrenz weiter: Das US-Filmportal überraschte am Donnerstag mit kräftig gestiegenen Abo-Zahlen, nachdem diese im Sommer noch die Erwartungen weit verfehlt hatten. Das Filmportal profitierte dabei unter anderem vom Start der dritten Staffel der Mystery-Serie "Stranger Things" und "13 Reasons Why."

So gewann Netflix im dritten Quartal 6,8 Millionen neue Kunden, während es im Vorquartal lediglich 2,7 Millionen gewesen waren. Der Gewinn schnellte um 65 Prozent auf 665 Millionen Dollar (603,17 Mio. Euro) und übertraf die Analysenschätzungen.

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Dabei dürfte die tatsächliche Zahl der User, die Netflix schauen, wesentlich höher sein, als die Abo-Zahlen vermuten lassen. Denn wie eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Magd zeigt, gibt jeder Nutzer unter 21 Jahren sein Passwort unerlaubt an andere Personen in seinem Umfeld weiter. Somit können sie den Account auch nutzen, aber kostenlos.

Um diese User herauszufiltern, wurde nun ein neues Tool auf der CES-Messe in Las Vegas vorgestellt. Mit "Credentials Sharing Insight" kann jedes Unternehmen analysieren, ob das Konto illegal von mehreren Personen verwendet wird oder nicht. Der Algorythmus sucht nach bestimmten Mustern. So werden Zugriffsort, die Inhalten, Geräte und Zeit von dem Tool analysiert und eventuell als verdächtig gemeldet, sollte dieser zum Beispiel an zwei Orten gleichzeitig sein.

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Sollte ein solcher Account schließlich entdeckt werden, liegt es an dem jeweiligen Anbieter, wie er damit umgeht. Bei einem Teilen mit Familienmitgliedern oder Freunden wird es nur wenig Folgen für den User haben. Konsequenzen drohen ziemlich sicher dann, wenn man Passwörter verkauft.

Experten gehen davon aus, dass Streamingdienste wie Netflix vorerst zwar nicht gegen das Account-Sharing vorgehen werden, allerdings sehen diese Unternehmen darin durchaus den finanziellen Verlust. Vielmehr gilt es als wahrscheinlich, dass Netflix jenen Nutzern ein Konto-Upgarde anbietet. Statt der Basis-Mitgliedschaft lohne sich also vielmehr das Standard-Abo um 10,99 Euro pro Monat. Hier können ohnehin zwei Personen schauen. Und für andere eignet sich sogar die Premium-Mitgliedschaft. Hier können sogar gleich vier Profile schauen.

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Auch andere Streamingdienste wie Apple Music, Spotify, Amazon Prime Video & Co. können das Tool nutzen. Verweisen bisher aber auch immer auf ihre Premium-Abos, die Account-Sharing für mehrere Nutzer erlaubt.

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