"Angry Birds"-Hersteller muss Federn lassen

Gewinn halbiert

"Angry Birds"-Hersteller muss Federn lassen

Neuausrichtung der Firma und hohe Investitionen als Grund genannt.

Im Zuge der Erweiterung seines Angebots muss der Erfinder des beliebten Handy-Spiels " Angry Birds " einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften. Wie der finnische Hersteller am Montag bekannt gab, schrumpfte der Gewinn um fast die Hälfte: von 55,5 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 26,9 Millionen im vergangenen Jahr.

Der Umsatz wuchs leicht um 2,5 Prozent auf 156 Millionen Euro. In seiner Erklärung zeigte sich das Management zuversichtlich, dass die eingeschlagene "Unterhaltungsstrategie Rovios Position als eine der weltweit beliebtesten Marken konsolidieren wird". Rovio stehe für ein "nachhaltiges" Geschäftsmodell.

Diversifizierung und Investitionen
Rovio will sein Angebot weiter diversifizieren und investierte im vergangenen Jahr mit dem Ziel, sich als globaler Entertainment-Konzern zu etablieren. So eröffnete das Unternehmen in Finnland, Spanien und China insgesamt sechs Vergnügungsparks. Mit mehr als 100 Kinderbuchtiteln in mehr als 30 Sprachen drängte Rovio zudem ins Verlagswesen. Außerdem plant der Handy-Spielhersteller auch Zeichentrickfilme mit den wütenden Vögeln. Der erste "Angry Birds"-Film soll 2016 Premiere haben. Abgerundet wird das Angebot von Fan-Produkten, etwa Plüsch-Wutvögeln.

Das Spiel "Angry Birds", das 2009 für die Mobiltelefone von Apple entwickelt wurde, dreht sich um kleine Vögel, die der Spieler mit einer Schleuder auf Verstecke von Schweinen schießen muss, um von ihnen gestohlene Eier zurückzubekommen. Infolge seines enormen Erfolgs adaptierte Rovio Mobile das Spiel auch für alle anderen gängigen Mobiltelefontypen, Computer und Spielkonsolen. Inzwischen gibt es weitere "Angry Birds"-Spielversionen.



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