CeBIT-Stars: Phablets und Shareconomy

Hightech-Messe

CeBIT-Stars: Phablets und Shareconomy

In Hannover rücken die Hersteller ihre elektronischen Neuheiten in den Mittelpunkt.

Die CeBIT zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen der globalen Hightech-Industrie. Mehr als 4.000 Unternehmen präsentieren sich in diesem Jahr auf dem Messegelände in Hannover - von globalen Giganten wie Samsung und Microsoft mit massenkompatiblen Produkten bis hin zu Nischenanbietern, die Spezial-Anwendungen anbieten. Ab Dienstag ist die CeBIT für Besucher geöffnet.

"Phablets" und andere Geräteneuheiten:
Auch in diesem Jahr bietet die CeBIT wieder zahlreiche Produktpremieren. Der chinesische Computerhersteller Huawei zeigt sein neues Gerät Ascend Mate - ein sogenanntes Phablet, also eine Mischung aus Smartphone und Tablet-PC. Die Geräte sollen aus Sicht der Hersteller eine Lücke schließen und die Vorteile der Smartphone-Mobilität mit dem Komfort der größeren Tablets verbinden. So misst der Bildschirm des Ascend Mate 6,1 Zoll. Der Bildschirm eines iPhone 5 von Konkurrent Apple bringt es im Vergleich dazu auf vier Zoll.

Auch der große Apple-Rivale Samsung nutzt die Messe, um mehrere Neuheiten vorzustellen. Dazu zählt das nagelneue Galaxy Note 8.0 , ebenfalls ein "Phablet", das sogar über einen Bildschirm mit 8 Zoll verfügt. Außerdem ist es mit einem elektronischen Eingabestift und Anwendungen zur Bearbeitung handgeschriebener Notizen und Zeichnungen ausgerüstet. Der südkoreanische Elektronik-Gigant zeigt zudem das Windows-Smartphone Ativ S, das mit dem Betriebssystem von Microsoft läuft und so die Kompatibilität mit Anwendungen auf anderen Microsoft-Geräten sichert. Bisher liefen Samsung-Geräte nur mit dem Google-System Android. Asus hat mit dem Fonepad ebenfalls ein 7-Zoll-Tablet am Start, mit dem man auch telefonieren kann. All diese Neuheiten wurden aber bereits in der Vorwoche am Mobile World Congress enthüllt:

Diashow: Fotos: Die Top-Neuheiten des MWC 2013

Nokia greift mit zwei neuen, günstigen Lumia-Smartphones an, die auf Windows Phone 8 setzen. Zum einen das 4-Zoll große Lumia 520 (ab 199 Euro),...

...zum anderen das 4,3-Zoll große Lumia 720 (ab etwas über 300 Euro). Beide Geräte bieten eine gute Ausstattung.

LG schickt unter anderem die brandneue F-Serie ins Rennen. Darüber hinaus....

...stand das 5-Zoll Europa-Flaggschiff Optimus G im Mittelpunkt, das auch hierzulande in Kürze erhältlich sein wird.

Das 5,5-Zoll-FullHD-Smartphone Optimus G Pro kommt hingegen vorerst nur in Südkorea auf den Markt.

Samsung stellt die zweite Generation seines Outdoor-Handys Galaxy Xcover vor. Wichtiger war...

...jedoch die Präsentation des 8-Zoll-Tablets Galaxy Note 8.0, das auch...

...die praktischen Funktionen des bewährten Eingabestifts "S Pen" unterstützt.

Das Xperia Z wurde zwar bereits vor einigen Wochen vorgestellt, stand aber dennoch im Mittelpunkt. Das 5-Zoll-FullHD-Gerät zählt zu den aktuell besten Smartphones (650 Euro).

Mit dem 10,1 Zoll FullHD-Tablet Xperia Tablet Z wurde auch noch gleich ein vielversprechender iPad-Gegner vorgestellt. Dieser ist wie das Smartphoone wasserfest.

Bei HTC drehte sich alles um das neue Aushängeschild "One". Das 4,7-Zoll-Smartphone bietet ebenfalls FullHD und eine Top-Ausstattung (680 Euro).

HP präsentierte mit dem Slate 7 sein erstes Android-Tablet. Das 7-Zoll-Gerät kostet nur 150 Euro.

Das neue Fonepad von Asus setzt auf das gleiche Display wie das Nexus 7 von Google. Mit dem 7-Zoll-Tablet kann man sogar telefonieren (ab 230 Euro).

In einer anderen Preisklasse befindet sich das Padfone Infinity. Das Top-Android-Smartphone, das auch zum 10-Zoll-Tablet umfunktioniert werden kann, kostet rund 900 Euro.

Alcatel stellte in Barcelona sein erstes FullHD-Smartphone vor. Trotz hervorragender Ausstattung soll es ohne Vertrag weniger als 400 Euro kosten (ab Juli).

Laut Huawei ist das 4,7 Zoll große Ascend P2 das derzeit schnellste Smartphone der Welt. Die Unterstützung des neuesten LTE-Standards macht es möglich (ab 399 Euro).

Mit dem Ascend Y300 wollen die Chinesen vor allem Smartphone-Einsteiger ködern. Der Preis von rund 149 Euro ist fast unschlagbar.

Beim Ascend G510 ist ein besseres Display und ein NFC-Chip mit an Bord. Dennoch kostet auch dieses Gerät "nur" 219 Euro.

ZTE, ein weiterer neuer Branchen-Riese aus China, hat in Barcelona ebenfalls mächtig Staub aufgewirbelt. Im Zentrum des Interesses stand das neue Top-Smartphone "Grand S Lite".

NEC sorgte mit seinem aufklappbaren Dual-Screen-Smartphone für einen ziemlich großen Andrang. Starttermin gibt es noch nicht.

Acer hat ebenfalls einige neue Android-Tablets vorgestellt. Besonders interessant ist dabei das günstige Iconia B1.Die 16 GB Version ist um 140 Euro zu haben.

Am MWC wurden wieder etliche Smartphones mit NFC-Chip präsentiert. Damit soll nun endlich auch dem bargeldlosen Bezahlen der Durchbruch gelingen. Mastercard und Visa haben passende Systeme vorgestellt.

Mozilla hat am MWC den Sartschuss für sein neues mobiles Betriebssystem Firefox OS gegeben. Dieses kommt zunächst nur auf günstigen Smartphones zum Einsatz. Passend zum Start wurden auch gleich neue Geräte wie das "onetouch" von Alcatel vorgestellt.

Alles rund um das Trendthema "Shareconomy"
Der Austausch von Informationen und Produkten über das Internet beschäftigt Veranstalter und Aussteller in diesem Jahr besonders. Neue Technologien machen es möglich, dass sich Unternehmen oder Privatpersonen zusammentun, um online neue Partnerschaften einzugehen und teure technische Infrastruktur gemeinsam zu nutzen. "Shareconomy" (zu deutsch etwa: Wirtschaft des Teilens) heißt dieses Prinzip, das nach Meinung von Insidern großes Potenzial hat. Der Softwareriese Microsoft spricht in seinem CeBIT-Blog von einer "Zeitenwende" der Industrie, der deutsche Hightech-Branchenverband Bitkom nennt es einen neuen "Megatrend".

Technisch geht es dabei unter anderem um die Integration sozialer Netzwerke in Kommunikations-Plattformen, intelligente Programme zum Datenabgleich und das Auslagern von Dateien in die Cloud, wo sie von überall abgerufen werden können. Firmen müssen ihre Datennetze so organisieren, dass sich eigene Mitarbeiter und Partnerfirmen über Geräte- und Systemgrenzen hinweg "einstöpseln" können. Für Privatnutzer dürften die neuen Informations- und Sharingfunktionen interessant sein. Ein Beispiel ist das international beliebte Angebot Couchsurfing: Dort können Reisende weltweit untereinander Übernachtungsgelegenheiten tauschen.



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