Ethan Miller Getty Images AFP Casino Las Vegas

Game Over

Glücksspiel-Websites für einen Dollar

Teilen

Seit dem 13. Oktober sind in den Vereinigten Staaten Online-Glücksspiele per Gesetz verboten, Anbieter verschenken Internet-Seiten.

US- Präsident George W. Bush unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das Anfang Oktober vom US-Kongress verabschiedet worden war. Das Gesetz verbietet Kreditkartenfirmen, Banken und Bezahldiensten, Geld an die meist außerhalb der USA ansässigen Glücksspiel-Betreiber zu überweisen. Damit können Spieler ihre Einsätze und Wetten nicht mehr online platzieren. Betroffen sind rund 23 Millionen US-Bürger, die im vergangenen Jahr rund sechs Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) verzockt haben. Die " Washington Post" berichtet unter Berufung auf die jüngste Statistik, dass 68 Prozent der Online-Spieler männlich und nahezu die Hälfte im Alter zwischen 20 und 30 sei.

Webseiten reagieren und verschleudern US-Plattformen um 1 Dollar
Der britische Online-Wettanbieter Sportingbet verkauft angesichts der neuen Gesetzgebung in den USA sein US-Geschäft. Zum Preis von einem US-Dollar werden das Sportwetten-Geschäft und die Casino-Aktivitäten an Jazette Enterprises Limited (JEL) verkauft. Das Poker-Geschäft werde für US-Kunden eingestellt, heisst es. Mit dem Verkauf verschwinden den Angaben zufolge auch Verbindlichkeiten in Höhe von 13,2 Millionen Dollar aus der Bilanz, teilte das Unternehmen weiter mit. Hätte Sportingbet das US-Geschäft komplett geschlossen, hätten sich die Belastungen auf insgesamt 27 Millionen Dollar belaufen.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo