Mate 30 Pro: Fehlende Google-Dienste als Sargnagel?

Neues Huawei-Flaggschiff

Mate 30 Pro: Fehlende Google-Dienste als Sargnagel?

Neues Huawei-Flaggschiff mit Top-Ausstattung, aber ohne Google-Software.

Wie angekündigt, stellt Huawei am Donnerstag (19. September) in München  sein neues Flaggschiff vor . Kurz vor der Präsentation der Mate-30-Serie wurden nun noch einmal Fotos veröffentlicht, die das Gerät in voller Pracht zeigen. Konkret ist darauf das Top-Modell P30 Pro zu sehen. Im Gegensatz zu den letzten Flaggschiff-Modellen des chinesischen Herstellers dürfte es der jüngste Spross am europäischen Markt ziemlich schwer haben. Es kommt nämlich ohne vorinstallierte Google-Dienste.

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Fehlende Google-Dienste als Sargnagel?

Aufgrund der US-Sanktionen darf Google Huawei für völlig neue Smartphones nämlich kein offiziell lizensiertes Android mehr zur Verfügung stellen. Die Mate-30-Serie läuft also mit der Open-Source-Version von Android. Deshalb kommt die Serie ohne den Play Store und ohne vorinstallierte Apps wie GMail, Maps oder YouTube daher. Diese können sich die Nutzer im Nachhinein zwar selbst installieren, doch das ist für Laien ziemlich kompliziert. Und das dürfte sich auf die Verkaufszahlen negativ auswirken. Möglicherweise verschiebt Huawei deshalb den Verkaufsstart in Europa und den USA sogar und hofft noch auf eine Lösung im Handelsstreit. In China ist das Fehlen der Google-Dienste hingegen kein Problem, da diese im Reich der Mitte ohnehin auf keinem Smartphone vorinstalliert sind. Viele Chinesen zeigen sich aufgrund der US-Sanktionen solidarisch mit Huawei und  kaufen derzeit wie verrückt Smartphones  des heimischen Herstellers.

© @evleaks / Evan Blass
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Mate 30 Pro mit Top-Chip und -Kamera

Ansonsten kann man dem Mate 30 nichts vorwerfen. Es ist das erste Huawei-Smartphone das mit dem neuen Top-Prozessor  Kirin 990 , der auf der IFA 2019 offiziell vorgestellt wurde, läuft. Dieser verfügt sogar als Weltneuheit über ein integriertes 5G-Modem. Bei der kreisförmig angeordneten Vierfach-Hauptkamera, die wieder mit Leica entwickelt wurde, handelt es sich um eine Weiterentwicklung der viel gelobten Kamera des  P30 Pro . Beim Mate 30 Pro sollen zwei 40-MP-Objektive, eine 8-MP-Linse (Telephoto) sowie ein Time-of-Flight-Sensor (Tiefensensor) verbaut sein. Darüber hinaus werden die Nutzer bei den Aufnahmen von den bewährten Software- und KI-Features sowie dem hervorragendem Nachtmodus unterstützt. Letzterer soll auf die Bezeichnung „Ultra High Definition Night Mode“ hören und auch die Aufzeichnung von Videos bei Dunkelheit ermöglichen. Damit dürfte sich das Top-Modell auch Platz 1 beim wichtigen DxOMark-Ranking von Samsung zurückholen. Hier hatte das  Galaxy Note 10+  das P30 Pro vor kurzem vom Thron gestoßen.

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Display, Akku und Farben

Wie die von Evan Blass (@evleaks) geleakten Pressefotos zeigen, ist das QHD+-Display des Mate 30 Pro an den Seiten stark abgerundet und erinnert so etwas an Samsungs Top-Modelle. In der relativ breiten Notch sitzt eine aufwendige Frontkamera für 3D-Gesichtserkennung. Der Fingerabdrucksensor ist – wie bereits beim  Mate 20  – ebenfalls in den Touchscreen integriert. Dem Akku wird eine Kapazität von 4.500 mAh nachgesagt. Zudem sollen Schnellladungen mit bis zu 40 Watt möglich sein. Selbst beim drahtlosen Laden dürften es bis zu 27 Watt sein. Bei den Farben werden die Kunden zwischen Silber, Lila, Schwarz und Grün (siehe Storybild) wählen können.

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Vier Modelle der Mate-30-Serie

Neben dem Mate 30 Pro soll die Serie in diesem Jahr auch noch aus dem Mate 30 Lite, dem Mate 30 und einer "Porsche Edition" bestehen. Marktstart und Preise sind aufgrund er ungeklärten Android-Situation noch offen.

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