Kampf gegen Rache-Pornos im Internet

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Kampf gegen Rache-Pornos im Internet

Exfreunde, die solche Inhalte veröffentlichen, müssen mit strengeren Strafen rechnen.

" Cybermobbing " betrifft schon länger nicht nur mehr Kinder und Jugendliche. Auch Erwachsene haben darunter zu leiden, etwa durch sogenannte Rachepornos ("Revenge Porn"). Vor allem Männer laden dabei Nacktfotos ihrer ehemaligen Partnerin auf speziellen Online-Plattformen hoch, häufig samt Name und Anschrift.

Verherende Konsequenzen
Für die Opfer ändert sich das Leben durch "Cybermobbing" oft drastisch. Sie habe ihren Job bei einem Restaurant aufgeben müssen, und ein Mann habe begonnen sie zu stalken, berichtete eine 23-Jährige - eines der Opfer von "Revenge Porn" - der "New York Times" (NYT). "Es ist ein einfacher Weg, Menschen arbeitsunfähig zu machen, ihre Beziehungen zu zerstören und sie sogar physischen Risiken auszusetzen", sagte Danielle Citron, Juraprofessorin an der Universität von Maryland, ebenfalls der NYT.

US-Staaten greifen jetzt hart durch
In Kalifornien wurde jetzt ein Gesetz verabschiedet, um besser gegen diese spezielle Form von "Cybermobbing" vorzugehen. Dort drohen Tätern nun Geldstrafen bis zu 1.000 Dollar (rund 740 Euro) oder bis zu sechs Monate Haft. Bis jetzt habe es kein rechtes Mittel für die Strafverfolgungsbehörden gegeben, die Opfer zu schützen, sagte der kalifornische Senator Anthony Cannella der "Los Angeles Times". "Zu vielen wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt, wegen der Taten von jemandem, dem sie vertraut hatten."

Bedenken
Gegenüber dem "Revenge-Porn"-Gesetz in Kalifornien hegen Kritiker jedoch Bedenken (Stichworte: Überwachung, Meinungsfreiheit und Privatsphäre). Bisher existierte nur in New Jersey ein Gesetz, das eine strafrechtliche Verfolgung der Täter möglich macht. In Florida und Missouri waren ähnliche Gesetze dagegen nicht verabschiedet worden oder wurden von Gerichten zurückgenommen.



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