Linux gibt Kampf um PCs nicht auf

Freies Betriebssystem

Linux gibt Kampf um PCs nicht auf

Erfinder der Software wettert gegen Grafikhersteller: "Nvidia, fuck you!".

Das freie Betriebssystem Linux kann sich nach Ansicht seines Erfinders Linus Torvalds (Bild oben) nur durch vorinstallierte Systeme auf dem Desktop-Markt durchsetzen. Vor Studenten der Aalto-Universität in Helsinki verwies der Finne auf den enormen Erfolg von Linux im Mobilfunk-Markt, wo jeden Tag 900.000 Geräte mit dem Betriebssystem Android aktiviert würden. Android basiert ja auf dem Linux-Betriebssystem.

Aufholbedarf bei Desktop-PCs
Der virtuelle Schreibtisch eines herkömmlichen PCs sei der einzige Bereich, in dem "Linux nicht mit Abstand an der Spitze steht", räumte Torvalds ein. "Darüber ärgere ich mich zu Tode." Das Vordringen auf den Desktop sei sehr schwer. Die meisten Verbraucher wollten nicht das Betriebssystem selbst auf der Maschine installieren. "Das gilt nicht nur für den Desktop, sondern auch für Mobiltelefone." Der Grund, dass Linux im Mobilmarkt so erfolgreich sei, liege allein daran, dass das System von den Herstellern vorinstalliert werde.

Chromebooks als Chance
Die größte Chance für Linux auf Desktop-Rechnern sieht Torvalds in Projekten wie dem Chromebook von Google . Die Geräte, die von Herstellern wie Samsung, Acer und Lenovo produziert werden, laufen unter einem Linux-System und dem Chrome-Browser von Google. Die erste Generation der Chromebooks sei noch "langsam und schrecklich" gewesen. Die zweite Generation, die kommende Woche auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco vorgestellt wird, werde aber viel schneller sein. "Man landet den Treffer nicht mit der ersten oder zweiten Generation. Mit der dritten vielleicht. Mit der vierten oder fünften Generation wird es richtig interessant." Android habe sich auch nicht mit der Version 1.0 am Markt durchgesetzt.

Scharfe Worte in Richtung Nvidia
Torvalds nutzte seinen Auftritt an der Aalto-Universität auch für eine scharfe Attacke auf den Grafikkarten-Hersteller Nvidia, weil das Unternehmen für etliche Produkte keine Linux-Treiber zur Verfügung stellt. Nvidia sei unter den Hardware-Herstellern eher eine Ausnahme als die Regel - aber "einer der größten Problemfälle". Torvalds behauptete, Nvidia sei die mit Abstand schlimmste Firma, mit der er je zu tun gehabt habe. Anschließend rief er unter dem Gelächter des Publikums mit gestrecktem Mittelfinger in die Kamera: "Nvidia, fuck you!".

Diashow: Fotos vom Test des Galaxy Nexus

Der Screenlock kann durch wischen nach rechts oder über die Gesichtsidentifikation entsperrt werden.

Insgesamt stehen dem Nutzer...

....fünf verschiedene Screens zur...

....freien Belegung mit....

...Apps (viele sind schon vorinstalliert)...

...oder Widgets zur Verfügung.

Im Android Market stehen über 500.000 Anwendungen bereit.

Der Browser arbeitet dank Android 4.0 schneller und stabiler.

Dank der immensen Power werden auch intensive Rechenaufgaben - wie bei Google Earth - äußerst flott erledigt.

Die Spracheingabe funktioniert nun deutlich besser. Perfekt arbeitet sie aber nicht.

Zwei Riesen unter sich: Neben dem HTC Sensation XL (4,7 Zoll) wirkt das Nexus Galaxy schon fast dezent.

Die 5MP-Kamera des Google-Flaggschiffs konnte bei Fotos nicht voll überzeugen. Hier liefert die 8 MP-Kamera des HTC bessere Ergebnisse.



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